Donnerstag, 5. Juli 2012

Mist!

Da sind mir die Nachdenkseiten und der von Feynsinn doch glatt beim schönen Thema "Götz Aly und seine profunden Erkenntnisse über die Globalisierung und den Sozialstaat" zuvorgekommen. Also beschränke ich meinen Senf im Wesentlichen auf folgendes:

(via covertress)
Nur eine Bemerkung am Rande: Das wirklich Fiese an Alys Hetze ist, dass er Steuerhinterziehung zwar als Missstand anprangert, aber als vermeintlich repäsentatives Beispiel den Kellner im südländischen Restaurant anführt, der sich weigert, urlaubenden Deutschen einen Bon auszustellen. Keine Rede dagegen von Reichen und Großunternehmen, deren konsequente Steuerhinterziehung über Jahrzehnte einen mindestens ebenso großen Anteil an den Problemen Griechenlands haben dürfte. Das verwundert eigentlich nicht, wenn man bedenkt, dass Aly als Hauptursache für den Holocaust Freiheitsangst, Trägheit und Neid der Nichtjuden auf die dynamischen, innovativen Juden ausgemacht hat.

Kommentare :

  1. Die 'Schuldigen' sind für Aly klar ausgemacht:

    "Zuerst nannte man die Euro-Krise eine Banken-Krise. Dann redete man sich ein, irgendwelche Finanzgespenster wollten den Kontinent ins Unglück stürzen. Mittlerweile heißt das Problem etwas genauer Staatsschuldenkrise. Allerdings wird auch mit dieser Formel die Antwort auf die Frage vermieden, woher die dramatisch überhöhten Schulden kommen. Politiker türmten sie nicht auf, um Bankern und Kapitalisten das Maul zu stopfen, sondern um Millionen einfachen Leuten das Leben zu versüßen, um ihnen die Härten der Anpassung zu ersparen, die ein global gewordener Wettbewerb erfordern würde. Es sind die sozialen Wohltaten, aus denen die Schulden hauptsächlich rühren, längst nicht mehr Militärausgaben oder Wirtschaftssubventionen."
    http://www.fr-online.de/meinung/kolumne-das-gespenst-der-krise,1472602,16530024.html

    Aha, die sozial Schwachen sind's mal wieder, die, die 'über ihre Verhältnisse gelebt' haben.

    (Würge gerade wieder mein Frühstück runter, ob solch einer wiederwärtigen Hetze)

    Duderich

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    1. Ja, das ging mir auch so mit dem Frühstück. Das eigentliche Problem ist, dass der Mann mit so was offenbar einigermaßen erfolgreich ist. Der Typ ist mit Fleischhauer und ähnlichen jedenfalls ein schönes Beispiel dafür, dass Konvertiten oft die Allerschlimmsten sind.

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