Freitag, 10. Januar 2014

Vermischtes zum Wochenende


Das Schandgutachten (wenn man CSU-Anhänger ist)

Jochen Hoff über eine Stellungnahme der EU-Kommission zur Klage einer 24jährigen Rumänin vor dem Europäischen Gerichtshof. Die möglichen Konsequenzen dürften einige hiesige Dickbacken mächtig ins Plustern bringen.


Quatarsis 2022

Man kann der Altherrenriege an der Spitze der FIFA einen gewissen Scharfsinn nicht absprechen. Kaum sechs Jahre, nachdem sie die Fußball-WM 2022 an das Emirat Katar vergeben haben, sind sie jetzt auf den Trichter gekommen, dass Katar irgendwie in der Wüste liegt. Das bedeutet, dass es dort im Sommer, also genau zu der Zeit, zu der Weltmeisterschaften normalerweise stattzufinden pflegen, unangenehm heiß werden kann. Und zwar so heiß, dass das Thermometer schon mal in Regionen vorstoßen kann, bei denen sich schon Fisch und Fleisch schonend garen ließen. Das will man den empfindlichen Gehirnen der Aktiven natürlich nicht zumuten und überlegt ernsthaft, die WM in den Winter zu verlegen.

Man könnte nun herumnörgeln und meinen, die FIFA-Oberen hätten Angst vor der eigenen Courage bekommen oder es sei ihnen gar das Problematische an ihrer Vergabepraxis auch mal aufgefallen und sie ruderten nun ein Stück zurück. Ganz falsch! In Wirklichkeit ist das alles ein geschickt eingefädelter Plan des FIFA-Exekutivkomitees, das sommerliche Public-Viewing-Gelärme ahnungsloser Spaßbacken, das inzwischen beängstigende Formen angenommen hat, wieder ein wenig einzudämmen. Zwar steht die Entscheidung noch nicht fest, aber die Folgen wären, vor allem in Deutschland, für jeden wahren Fußballfan segensreich. Fußball meets Weihnachtsmarkt - wenn da kein Dankeschön angebracht ist, wofür dann?


Männer pfui, Frauen hui

Man halte mich meinethalben für einen hoffnunglosen Macho, aber eines habe ich an bestimmten Teilen des feministischen Diskurses nie verstanden: Warum exakt jene Denk- und Verhaltensweisen, die bei Männern als lachhaft, antiquiert und überhaupt ganz böse gelten, plötzlich zu edlem und ehrenwertem Tun mutieren, sobald sie von Frauen praktiziert werden. So gelten beispielsweise Männer, die sich großartig was darauf einbilden, über ein Gemächt zu verfügen, zu Recht als hoffnungslose Phallokraten, die den einen oder anderen Knall nicht gehört haben. Reden Frauen hingegen aufdringlich über Vaginas, dann soll das auf einmal voll toll sein. Jüngstes Beispiel: Die Guardian-Kolumnistin Rhiannon Lucy Cosslett betreibt neben der Kolumniererei einen Blog namens 'The Vagenda'. Nettes Wortspiel, aber sonst – Grundgütige!


Zu guter Letzt: Arbeitslosigkeit, wie sie in den Köpfen einiger Leute aussieht

Matt Bors via Daily Kos



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