Donnerstag, 8. Januar 2015

Drei Worte



















Zur Ergänzung ein paar unstrukturierte Gedanken:

Was gestern geschehen ist, ist furchtbar. Ich bin geschockt und traurig.
So was aber ist widerlich.
So was auch.

Tragödien wie die gestern sind halt immer auch die Stunde der Instrumentalisierer und anderer Aasgeier. Und der Aluhüte. Gehört wohl dazu.

Die es in ihrer Angstlust und Paranoia jetzt schon immer gewusst haben wollen, sind so strunkeldoof, ihn förmlich herbeizusehnen, den Clash Of Cultures. Die das getan haben, waren so blöd, ihnen den Gefallen zu tun. Von den Opfern selbstverständlich abgesehen, ist am Ende jene große Mehrheit gelackmeiert, die mit religiösem und anderem Irrsinn nichts am Hut hat und einfach in Ruhe gelassen werden will.

Ehrlich, was will man ausrichten gegen ein paar Irre, die sich Kalaschnikows besorgen und losballern, ohne die letzten Reste dessen aufzugeben, was wir freie Gesellschaft nennen?

Härtere Gesetze? Zuwanderung begrenzen? Oh please! Um so eine Tat begehen zu können, braucht es nicht mehr als ein paar Kenntnisse der französischen Sprache, die richtigen Kontakte und ein Touristenvisum.

Vermutlich kann man ähnlich viel dagegen ausrichten wie gegen einen einzelnen Irren, einen astreinen Faschisten übrigens, der sich bewaffnet und in finaler Weise einen auf Retter des Abendlandes macht. Wahrscheinlich so viel wie gegen zwei arme Socken, die mit ihrem jungen Leben nicht klar kommen und das in finaler Weise an ihren Mitschülern auslassen. Oder gegen einen.

In Fällen wie den letzteren wird immer darauf verwiesen, hundertprozentige Sicherheit könne es nicht geben, denn es sind Einzetäter. In Fällen wie in Paris wird Härte versprochen, denn es sind Terroristen. Es ist zum kotzen.

Was könnte helfen? Keine Ahnung. Vielleicht am ehesten das, was 2011 der damalige norwegische Ministerpräsident Stoltenberg sagte, nachdem der oben genannte einzelne Irre 68 Menschen umgebracht hatte:

"Noch sind wir geschockt, aber wir werden unsere Werte nicht aufgeben. Unsere Antwort lautet: mehr Demokratie, mehr Offenheit, mehr Menschlichkeit."




1 Kommentar :

  1. Ich glaube den Massenmedien kein Wort mehr. Weder bei der Ukraine-Berichterstattung, bei der monatlichen Veröffentlichung der Arbeitslosenzahlen, noch bei dem "Uns gehts doch gut!" - Geseier. Warum sollte das in diesem Falle anders sein? Der Ausweis des Terroristen lag zufällig im Auto. Kommt euch das nicht bekannt vor? War bei 9/11 auch schon so. Ist klar. Aber wer dazu mehr sagt, ist natürlich sofort ein Verschwörungstheoretiker.

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