Mittwoch, 14. Dezember 2016

Praktisches Weihnachtslexikon, A-Z


2., durchgesehene und erweiterte Auflage

Wiederholungen wegen des großen Erfolges hat es hier eigentlich noch nie gegeben. Während der ersten Jahre der hiesigen Bloggerei war Weihnachtszeit immer Servicezeit. Weil das mittlerweile schon mehrere Jahre her ist, dachte ich mir, wieso das den alt eingesessenen Lesern nicht in Erinnerung rufen und die neu hinzugekommenen damit bekannt machen?

Damals hieß es:

Einigen wird das seltsame Treiben aufgefallen sein, das die Umwelt in diesen Breiten seit einigen Wochen deutlich sichtbar praktiziert. Auch die seltsamen Wörter, die zu jedem Jahresende kursieren, mögen viele vor das eine oder andere Rätsel stellen. Als stets um Aufklärung bemühter Zeitgenosse habe ich mich, zum Teil im Selbstversuch, daran gemacht, eine praktische, alphabetisch geordnete Liste zusammenzustellen, die die in diesem Zusammenhang wichtigsten Fragen für alle in verständlicher Form beantworten sollte.

Aachener Printe, die. Irrtümlich als →Weihnachtsgebäck feilgebotenes, vielfältig verwendbares Bauelement, ähnlich Backstein, doch kleiner und bedeutend widerstandsfähiger. Ideal für den Ausbau von Tresoren, Panikräumen und Schützengräben, wegen des geringen Gewichts auch als Zusatzpanzerung für Staatslimousinen, Kampfpanzer usw. geeignet. Widersteht Erdbeben, Artilleriebeschuss, Überschwemmungen u.ä. Vermutlich durch das Missverständnis eines Eifeler Bäckers mit Zucker versehen und als →Weihnachtsgebäck in und um Aachen eingeführt.

Bescherung, die. Alljährlich in vielen Familien stattfindende Materialschlacht (vgl. Weltkrieg, erster). Menschen, die diesem kostspieligen Brauch huldigen, versuchen häufig, sich gegenseitig mit dem Wert ihrer Geschenke zu übertrumpfen (→Mediamarkt, der). Mit völlig leeren Händen dazustehen (→"Wir schenken uns dieses Jahr nichts."), gilt als Fauxpas, weil 'nichts' schließlich nicht 'überhaupt nichts' bedeutet und führt in der Regel zu →Streit. Als letzte Mittel, dies zu vermeiden, gelten →Gutscheine und →SSS.

Besinnlichkeit, die. Heimeliges, wohliges Gefühl, das sich an Weihnachten planmäßig einzustellen hat.

Black Friday, der. In den USA wird der Freitag nach Thanksgiving, das am vierten Donnerstag im Novemver stattfindet, Black Friday genannt und stellt traditionell den Auftakt der alljährlichen →Weihnachtseinkauferei (→Bescherung, →Einzelhandel) dar. Weil sich der vorweihnachtliche Shoppingwahn damit etwas vorziehen lässt, versucht auch der hiesige →Einzelhandel, den Black Friday als Anlass zu etablieren.

Christmas Pudding, der (auch: Plumpudding, der). Britische Spezialität, quasi die schwere Artillerie des →Weihnachtsgebäcks. In einen C. kommt gnadenlos alles hinein, was fettig, süß und ungesund ist und was der Doktor einem immer verbietet. Ein C. muss etwa eine Woche im Leintuch dämpfen, danach mehrere Wochen durchziehen und wird zum Servieren flambiert. Dazu wird konsequenterweise eine mit Brandy angereicherte Buttersauce gereicht. Eine Portion (100 g) hat ca. 6.000 kcal, lässt die Leber brummen und stellt damit jeden →Gänsebraten locker in den Schatten.

Christstollen, der (auch: Stollen, der). Sonderform des →Weihnachtsgebäcks. Als einzig echte gilt die Variante aus Dresden. Diese Art des Stollens zeichnet sich durch ein spezifisches Gewicht aus, das zwischen Wolfram und abgereichertem Uran liegt. Einer Legende zufolge, sollen die Dresdner 1745 während der Verteidigung der Stadt gegen die Preußen im österreichischen Erbfolgekrieg die Kanonen mit ihrem S. geladen und damit quasi einen Vorläufer der Hartkernmunition erfunden haben. Der Erfolg war durchschlagend, allerdings war zu wenig S. magaziniert, um den Ausgang des Kampfes noch entscheidend zu beeinflussen.

Einzelhandel, der. Wirtschaftszweig, zu dessen Aufgaben es unter anderem gehört, die Bevölkerung gegen Entgelt mit Material für die alljährliche →Bescherung zu versorgen.

Gänsebraten, der. Traditionelles Weihnachtsessen in vielen Familien, für das einmal im Jahr ein großes Gänsemassaker veranstaltet wird. Es wird aber angenommen, das massenhafte Schlachten der Tiere diene lediglich der Gewinnung von Bettfedern und der Verzehr des Fleisches sei mehr ein Nebeneffekt. Dafür spricht, dass eine normale Portion G. ca. 5.500 kcal hat und zuverlässig zu Verdauungsstörungen, Verstopfung und Fettleber führt.

Glühwein, der. Bevorzugtes Heißgetränk auf →Weihnachtsmärkten. Das genaue Rezept ist nicht bekannt und wird von der Vereinigung der Markthändler geheim gehalten. Enthält aber mit hoher Wahrscheinlichkeit Industrieäthanol, Zucker, Glukosesirup, Stabilisatoren, Farb- und Aromastoffe, Pestizide, eine Idee Plutonium (für die unerlässlichen Kopfschmerzen) und heißes Wasser. Andere Theorien besagen, dass es sich um eine von Winzern praktizierte, gewinnbringende Form der Resteverwertung handelt.

Gutschein, der. Da die →Bescherung z.T. erhebliche Geldmittel verschlingt, über die nicht alle verfügen, wird zuweilen von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, über das Jahr einlösbare Gutscheine, meist für bestimmte Aktivitäten (Essen, Theater, Kino, Zoo etc.) zu verschenken, wodurch sich die finanzielle Bel
astung besser streuen oder sogar ganz vermeiden lässt, etwa wenn Hilfe bei der Gartenarbeit oder bei Umzügen verschenkt wird.

Jingle Bells. Von J. L. Pierpont um 1855 komponiertes volkstümliches Lied, das zu den populärsten →Weihnachtsliedern überhaupt gehört. Warum, ist nach wie vor ein Rätsel, denn der Text hat in keiner Weise auch nur ansatzweise etwas mit Weihnachten zu tun.

Karpfen, der. Ein weiteres traditionelles, eher leichtes Weihnachtsessen. Wird von denen bevorzugt, die für einen →Gänsebraten zu feige sind. Oft modrig schmeckender Glitschfisch mit komplexem Grätenapparat. Als Speisefisch daher eigentlich weniger geeignet. Ethnologen vermuten, der rituelle Verzehr eines solchen Tieres diene der Buße für begangene Sünden.

Kirche, die. Meist größeres Gebäude, oft mit einem oder mehreren Türmen versehen. Dient kultischen Zwecken und ist nur einmal im Jahr einigermaßen voll. Das ist dann für den Pfarrer immer wie Weihnachten.

Krippe, die. Veraltete Futtervorrichtung für Nutzvieh. Seit Jahrhunderten wird eine primitive Form von Teilen der Menschheit aus noch ungeklärten Gründen zum Mittelpunkt kultischen Bildwerks gemacht, das in allen möglichen Formen und Größen gearbeitet ist.

Mediamarkt, der. Unternehmen des →Einzelhandels. Veranstaltet um das →Weihnachtsgeschäft jedes Jahr einen solch ohrenbetäubenden Lärm, dass die Vermutung nahe liegt, dieses Unternehmen sei existenziell davon abhängig.

Michael, George. Britischer Poppmusiker und Komponist. In Tierversuchen konnte nachgewiesen werden, dass es sich bei einem von ihm verfassten Lied um das grausigste und nervendste →Weihnachtslied aller Zeiten handelt. Die Tantiemen allein für dieses Werk dürften ihn zu einem der am besten verdienenden Musiker aller Zeiten gemacht haben. Nicht zuletzt, weil es jedes Jahr von zahlreichen Radiosendern in hoher Wiederholungsrate gespielt wird.

Mistelzweig, der. Ursprünglich britisches, inzwischen immer internationaler werdender weihnachtlicher Dekorationsgegenstand. Meist wird fälschlicherweise Ilex (Holly) als M. (Mistletoe) ausgegeben, was aber falsch ist. Diente ursprünglich als Instrument der Heiratsanbahnung und der sexuellen Belästigung, denn eine Frau, die gleichzeitig mit einem unter einem über der Tür aufgehängten. M. stand, musste sich küssen lassen.

Nikolaus, der. Auf einen spätantiken Bischof zurückzuführende Jahresendfigur, die im Bereich der Pädagogik dazu verwendet wurde, angepasste ("brave") Kinder per positiver Verstärkung mittels Geschenken zu manipulieren und unangepasste ("böse") Kinder notfalls per Prügelstrafe bzw. deren Androhung zu sekkieren. Hat sich aber nie selbst die Hände schmutzig gemacht, sondern solche Drecksarbeit einen finster gewandeten Folterknecht mit verschiedenen Tarnnamen ('Knecht Ruprecht', 'Krampus' u.a.) erledigen lassen. Dies hat bei nicht wenigen Kindern zu nachhaltiger Traumatisierung geführt. In jüngster Zeit mehr und mehr durch den →Weihnachtsmann abgelöst, der nur noch Geschenke bringt.

Plätzchen selbst gebackene, die. Sonderform des →Weihnachtsgebäcks. Meist unter Einbeziehung von Kindern familienintern fabrizierte, furztrockene Fett- und Zuckerbomben, die man höflicherweise zumindest zu probieren hat. Für Kinder neben der →Bescherung einer der Höhepunkte des Jahres, da sie ausschließlich beim Plätzchenbacken keinen Ärger bekommen, wenn sie die Küche einsauen.

selbst gebasteltes Geschenk, das. Kinder, die vom →Einzelhandel und dessen Werbung (→Mediamarkt) spätestens ab ihrem dritten Lebensjahr vollständig darauf konditioniert sind, das Gelingen einer →Bescherung am Wert der erhaltenen Konsumartikel zu messen, verfügen erfahrungsgemäß nicht über die finanziellen Mittel, da mithalten zu können. Also wird ihnen von Eltern, Verwandten, Erzieherinnen etc. eingeredet, die schönsten Geschenke seien selbst gemacht. Und obwohl die Kleinen aus eigener Erfahrung genau wissen, dass das in unserer modernen Konsumgesellschaft nicht der Fall ist und sie auch längst das ökonomische Prinzip verinnerlicht haben und versuchen, maximale Einnahmen bei minimalen Aufwändungen zu generieren, machen sie sich Jahr um Jahr ans Basteln. Achtung: s.g.G.e erfordern beim Erhalt das höchste Maß an geheuchelter Freude, soll die →Bescherung nicht im →Streit enden.

SSS. Abk. f. Schlips, Schal, Socken. Zu Weihnachten oft an Männer verschenkte Kleidungsstücke (→Bescherung). Die Häufigkeit, mit der diese Geschenke gemacht werden, lässt auf einen rituellen Charakter schließen, zudem vom jeweiligen Empfänger unbedingt erwartet wird, Freude zu heucheln.

Streit, der. Meist heftig und in der Regel verbal geführte Auseinandersetzung. An Weihnachten in Familien sehr beliebt, da die Festtage sie dazu zwingen, es an zwei aufeinander folgenden Tagen länger als zwei Stunden am Stück miteinander auszuhalten. Auch Missgriffe bei der →Bescherung können zuweilen S. auslösen.

Tannenbaum, der. Nadelgehölz, das zu Weihnachten von vielen in entsprechender
Größe aus Wäldern entwendet oder bei Wucherern an der Straße erstanden wird. Wird aufwändig geschmückt in der Wohnung aufgestellt und unverständlicherweise mit brennenden Kerzen versehen. Vermutlich soll diese Sitte dem Fest mehr Spannung verleihen.

Weihnachtsgebäck, das. Sammelbegriff für stark gesüßtes und äußerst hochkalorisches Backwerk, das von vielen um die Weihnachtszeit herum exzessiv verzehrt wird. Soziologen vermuten in diesem Brauch, ähnlich dem Weihnachtsessen (→Gänsebraten) einen Rekurs auf die Fettreserven, die sich viele Winterschlaf haltende Tierarten anfressen.

Weihnachtsbeleuchtung, die. In Innenstädten temporär installierte Rollbahnbefeuerung für Opfer von →Weihnachtsmärkten.

Weihnachtseinkäufe, die. Notwendiges Übel für alle, die, freiwillig oder nicht, dabei mitmachen (müssen), um sich für →Bescherung und Festmahl (→Gänsebraten, →Karpfen) zu bevorraten. Die meisten nehmen sich fest vor, alle wichtigen Einkäufe vor dem ersten Advent zu erledigen. Funktioniert nie. So muss man sich mit allen anderen Betroffenen durch überfüllte Innenstädte und Einkaufszentren quälen. 

Weihnachtsgeschäft, das. Für den →Einzelhandel die wichtigste Zeit des Jahres. Der nutzt den allgemeinen Schenkzwang zu Weihnachten dazu, die Jahresbilanz zu schönen. Das W. läuft grundsätzlich schlecht. Daher ist das alljährliche Herumjammern des Einzelhandels über das W. ein wichtiger Teil des Rituals. Für die Politik dagegen dient ein gutes W. als Beleg für im Sinne der Allgemeinheit positiv ausgeübte Tätigkeit. Daher sind aus dieser Ecke traditionell frohe Botschaften zu hören.

Weihnachtsgeschichte, die. Anekdote aus dem späten 1. Jahrhundert, die seit Jahrhunderten einmal im Jahr wieder ausgekramt und vor allem in →Kirchen vorgetragen wird, obwohl alle die Pointe längst kennen.

Weihnachtslied, das. Akustischer Terror, der zu Typ 2-Diabetes und Ohrenkrebs führen kann, wenn das Gehör ihm zu lange ausgesetzt wird. Bis auf eine bekannte Ausnahme (The Pogues: Fairytale Of New York) grundsätzlich rührselig und kitschig.

Weihnachtsmann, der. Allegorische Figur in Gestalt eines adipösen älteren Mannes mit weißem Bart. Trägt rote Kutte und Mütze mit weißem Pelzbesatz und verfügt nur über einen stark eingeschränkten Wortschatz. Die Färbung seines Gesichts lässt auf langjährigen Alkoholmissbrauch schließen. Lebt angeblich am Nordpol und reist an Weihnachten mit einem mit rentierbespannten Schlitten um die Welt, um die Kinder zu beschenken. Hat im Laufe des 20. Jahrhunderts, nicht zuletzt aufgrund des Engagements eines großen Getränkeherstellers, den sog. →Nikolaus abgelöst.

Weihnachtsmarkt, der. Fortsetzung des Biergartens mit anderen technischen Mitteln.

"Wir schenken uns dieses Jahr nichts." Vgl. Science Fiction, Fantasy.

X-Mas Party, die. Tanzvergnügen für alle unter dreißig, die die alten Werte noch nicht für sich wiederentdeckt haben. Wird normalerweise nach →Bescherung und Einnahme des Weihnachtsessens (→Gänsebraten, →Karpfen) aufgesucht. Sehr zum Mißfallen der Großeltern sowie zu dem von latent neidischen Eltern, die in die Traditionsfalle getappt sind und daher mit den Großeltern auf der Couch sitzen müssen, obwohl sie früher selbst nach dem offiziellen Teil gern einen draufgemacht haben.




Kommentare :

  1. Sehr schön :)!
    Darf man ergänzen?

    Blasmusik: Wird in Tagen rund um Weihnachten vom Gros der Bevölkerung, unabhängig von der musikalischen Qualität der Aufführung, als schön und romantisch empfunden. Der Grund hierfür ist ein Rätsel. Im Verdacht stehen psychoaktive Substanzen in Weihnachtsgebäck und Glühwein.

    Christkindl: Androgyne goldgelockte Gestalt auf dem Weihnachtsmarkt zu Nürnberg, die den Eindruck erweckt, nicht zum ersten Mal gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen zu haben.

    Engel: Meist kindlich aussehende Gestalten mit Flügeln, die immer das Gleiche singen, sofern sie nicht, aus Sperrholz ausgesägt, der Dekoration dienen.

    Gold: Eines der ersten Weihnachtsgeschenke der Geschichte, was wohl den Kommerz rund um dieses Fest erklären dürfte. Zum Glück für die Finanzmärkte haben die Eltern des Christkindes das Gold nicht festverzinslich angelegt.

    Heilige Drei Könige: Ein ominöses Trio aus dem "Morgenland", das es in dieser Form höchstwahrscheinlich nie gegeben hat und im Hohen Dom zu Köln bestattet ist - ohne Respekt vor der Privatsphäre der Verblichenen.

    Hirten: Haben irgendetwas mit der Weihnachtsgeschichte zu tun, was genau vermag kaum noch jemand zu sagen. Die Meisten finden jedoch die Vorstellung von verarmten Landbewohnern, die sich in kalter Nacht die Füße in den Bauch stehen, sehr romantisch.

    Myrrhe: In Zeiten von Nivea und Urnenbestattungen überflüssig geworden.

    Ochs und Esel: Landwirtschafliche Produktionseinheiten, die der Krippe beigestellt sind. Der Grund hierfür ist nicht eindeutig geklärt. Laut WWF handelt es sich um einen Protest gegen Massentierhaltung und Genitalverstümmelung von Wiederkäuern.

    Schnee: Wasser in festem, kristallinen Aggregatzustand. Wird insbesondere zu Weihnachten herbeigesehnt, in der Regel von Leuten, die in diesem Augenblick ein festes Dach über dem Kopf haben und nicht Auto fahren müssen.

    Weihrauch: Stark riechendes Baumharz. Um den Geruch wertschätzen zu können ist eine olfaktorische Grundausbildung in der katholischen, bzw. orthodoxen Kirche erforderlich.

    Weihnachten bei den Hoppenstedts: Wie "Dinner for One", nur für Weihnachten.

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  2. Frohe Weihnacht(en).
    Ein frohes und gesegnetes Fest.
    Ein besinnliches Fest.

    ... und Frieden auf Erden.

    Alle Jahre wieder!

    Ein praktisches Lexikon, ich habs kopiert

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  3. Weihnachtslied, das. Akustischer Terror, der zu Typ 2-Diabetes und Ohrenkrebs führen kann, wenn das Gehör ihm zu lange ausgesetzt wird. Bis auf eine bekannte Ausnahme (The Pogues: Fairytale Of New York) grundsätzlich rührselig und kitschig.

    Ergänzung: Blue X-Mas mit Miles Davis (tr) und einem Sänger,
    dessenb Name mir leider entfallen ist ;-). Die berührendste
    Zeile aus dem Songtext: … it´s the time when the greedy give a dime to the needy … Kann man´s besser auf den Punkt bringen?

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  4. Zu meiner *räusper* Zeit hieß das Tanzvergnügen am 24. Dezember noch nicht "X-Mas-Party", sondern einfach "Flucht aus der Weihnachtshölle". Es diente vornehmlich dem Zweck, dem familiären Trauma mittels viel Alkohol und anderer Drogen sowie lauter, völlig unweihnachtlicher Musik in heruntergekommenen Kaschemmen wieder ein gewisses Maß an Normalität herzustellen - was jedoch regelmäßig am 25. Dezember, wenn man spätestens zur Mittagszeit - ggf. unter Androhung von physischer Gewalt - genötigt wurde, verkatert im Kreise der Lieben zum Schweinebraten zu erscheinen, ad absurdum geführt wurde.

    Sick of Love, eben. ;-) Frohes Fest!

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