Sonntag, 17. September 2017

Watt et allet gibt...


Jetzt hat die humble Heimatstadt tatsächlich so etwas wie eine Sehenswürdigkeit. Um eine zu Hauptverkehrszeiten nur um den Preis ewiger Wartezeit befahrbare Kreuzung zu entschärfen, wurde die nunmehr in einen Kreisverkehr umgebaut, der letzte Woche seiner Bestimmung übergeben wurde. Ganz unfeierlich wurden einfach die letzten Sperrbaken abgebaut. Eine Festansprache des Bürgermeisters gab es ebensowenig wie eine Blaskapelle und Ehrenjungfrauen. So tief ist die Provinz hier dann doch nicht.




Nun wäre ein weiterer popeliger Autokreisel kein sonderliches Aufhebens wert. Aufmerksamen Betrachtern aber wird es bereits aufgefallen sein; bei diesem handelt es sich keineswegs um einen stinknormalen Kreisverkehr - neiiin! Es ist ein superspezieller Kreisverkehr, ein so genannter 'Schlaufenkreisel'. So einen gibt es, wenn man der mächtig stolzen Lokalzeitung glauben darf, in Deutschland noch ein einziges Mal, im schönen Weil am Rhein nämlich. Und das ist ja quasi schon so gut wie Frankreich. Oder Schweiz. Je nach dem.

Das Wunderwerk von oben (via recklinghaeuser-zeitung.de)


Eines frage ich mich aber doch: Kann man das wirklich einen Kreisverkehr nennen? Wiewohl es sich rechtlich um einen handelt, weil dort entsprechende Verkehrsregeln gelten, ist das der Form nach ja mehr so ein eingedellter Kreis. Oder ein langgezogener. Gemahnt an einen Hundeknochen. Oder ein Éclair. Der Volksmund möge übernehmen. Übrigens sollen die ersten Weltmeister trotz der schwer zu übersehenden Hinweisschilder bereits versucht haben, links abzubiegen.




Kommentare :

  1. Wie wärs mit Hundeknochenverkehr? :D

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  2. Pah, in Hemel Hempstead habe ich einen Kreisverkehr erlebt, der in beide Richtungen befahren werden kann!

    https://en.wikipedia.org/wiki/Magic_Roundabout_(Hemel_Hempstead)

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    1. Ich kenne das Kaff nur von der Durchreise. Wenigstens etwas hat man da also.

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