Meine Learnings -- so nennen die jungen Leute das ja -- aus meinen bisherigen Reiseaktivitäten. Erstens: Saarbrücken ist eine überraschend charmante Stadt. Jenseits der Fuzo eine nette Innenstadt mit deutlich spürbarem französischem Einfluss. Zweitens: Interessante Dinge anschauen wie etwa Industriedenkmale (Völklinger Hütte) oder charmante Städte, ist weitaus angenehmer und weniger anstrengend, wenn es weniger als 38 Grad hat. Das RKI schätzt inzwischen knapp 12.000 hitzebedingte Todesfälle bis Ende Juli 2026. Und diejenigen so, die schon auf den Barrikaden sind und den Staatsnotstand ausrufen, wenn ein Migrant in der U-Bahn unhöflich zu einem Kontrolleur war? Hahaha, früher war auch Wetter!
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komisch, irgendwie noch gar keine Traktordemos mit Merz am Galgen gesehen, die Notfallhilfen und Sofortmaßnahmen fordern, denke das ist Zufall pic.twitter.com/Ta7jigpN2Q
— E L H O T Z O (@elhotzo) August 5, 2026
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Eine der bei weitem dümmsten Fragen der jüngeren Filmgeschichte dürfte lauten: "Warum liegt hier eigentlich Stroh rum?". Die beiden mit Abstand dümmsten Fragen, die einem im zwischenmenschlichen Bereich so begegnen können, sind folgende: Nehmen wir an, man sucht seit 2-3 Tagen mit zunehmender Verzweiflung, sagen wir, den Autoschlüssel. Hat bereits die ganze Hütte auf den Kopf gestellt, malt sich eventuell schon Katastrophenszenarien aus ("Was, wenn er in den Gully gefallen ist, ohne dass ich das bemerkt habe???"). Erzählt man jemandem davon, dann kommen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit diese beiden Fragen: (1.) "Hast du denn wirklich schon überall nachgeschaut?" und (2.) "Wo hast du ihn denn zuletzt gesehen?".
Ich weiß, liebe Leute, die ihr diese Fragen stellt, ihr wollt helfen. Ihr meint das gut. Schön. Es ist aber nicht hilfreich. Denn: Für wie wahrscheinlich haltet ihr es, dass eine Person, die seit 2-3 Tagen mit zunehmender Verzweiflung, sagen wir, ihren Autoschlüssel sucht und mit einem IQ nur knapp oberhalb der Grasnarbe ausgestattet ist, sich noch gar nicht gefragt haben wird, ob sie schon wirklich überall nachgesehen und wo sie das Ding zuletzt gesehen habe? Weiter: Für wie wahrscheinlich haltet ihr es, dass dieser Mensch sich dann gegen die Stirn patscht und sagt: "Meine Güte, ich habe ja noch gar nicht überall nachgeschaut! Was bin ich doch für ein Idiot! Dank und ewig Dank!" Oder es antwortet mal jemand: "Nein, natürlich habe ich noch nicht überall nachgeschaut. Ich habe erst die halbe Wohnung abgesucht, um die Sache spannender zu gestalten."
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Ich verstehe nicht, wo zwischen Merkel und Merz der prinzipielle Unterschied sein soll. Es gibt nämlich durchaus Schnittmengen und Kontinuitäten. So exekutiert das Kabinett Merz mit seinen diversen 'Reformen' doch exakt das, was Merkel damals nur angekündigt hat: Eine marktkonforme Demokratie.
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Beim alljährlichen Bummel durch Bremen, der heuer auf einen Samstag fiel, flanierte ich am Roland vorbei und von einer Freilichtbühne drang fromme Rockmusik an mein Ohr. Als ich näher kam, sah ich im Publikum viele vor allem junge Menschen, darunter etliche mit 'JESUS IS KING'-Shirts, die ihre Beterei zur Schau stellten oder sich in Gebetskreisen zusammenkuschelten, sodass ich mich irgendwie an die Fußball-WM erinnert fühlte. Vermutlich ein neuer Trend. Performative praying oder so. Ich musste also in eine Art Evangelikalentreff geraten sein. Aus vielen Gesichtern strahlte seliges, erleuchtetes Lächeln, und mit missionarischem Eifer koberten einige der Jungchristen Passanten an, versuchten gar, ihnen fromme Traktätchen aufzudrängen. (Ich habe es übrigens über die Jahre zu großer Meisterschaft gebracht im schlangengleichen Umgehen und Wegignorieren derartiger Anlaberer und Flyerverteiler. Unter Kaltkquirierenden nennt man mich 'Das Phantom'.) Bei dergleichen aggressiv vorgetragener Frömmelei frage ich mich jedenfalls immer, ob die Christenverfolgungen der Antike wirklich eine rundheraus schlechte Idee waren.
Aber dann, zurück im Domizil, kamen mir Gedanken. Ich war aus der Nachbarstadt Delmenhorst per Bahn in die Hansestadt gependelt. Beide Züge, sowohl der Regionalexpress auf dem Hinweg als auch derjenige auf dem Rückweg, waren auf die Minute pünktlich. Keine Langsamfahrstellen, keine ungeplanten Zwischenhalte, kein Schienenersatzverkehr. Und da frug ich mich angesichts dieser geballten Präzision und Professionalität der Bahn schon, ob das wirklich bloße Koinzidenz war oder ob da nicht doch eine höhere Macht am Werk war.
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Jeremy Clarkson, der alte Gnatterkopp, mit dem ich politisch normalerweise in 7 bis 8 von 10 Fragen über Kreuz liege, dessen Arbeit ich aber trotzdem sehr mag, hat letztens das beste Argument gegen die Todesstrafe gebracht: Wieso sollte man einem Staatswesen erlauben über Leben und Tod zu entscheiden, das noch nicht einmal Schlaglöcher in den Griff bekommt?

"Ich weiß, liebe Leute, die ihr diese Fragen stellt, ihr wollt helfen. Ihr meint das gut"
AntwortenLöschen... hinter der Kommode in der Diele.
Gruß, Jens
Mir sind traktatverteilende Religioten in unseren Städten lieber als welche, die dort versuchen, Ungläubigen den Kopf abzuschneiden oder sie abzustechen.
AntwortenLöschenTötet sie alle, der HErr wird die Seinen schon erkennen.
LöschenDen Seinen gibt's der Herr im Schlafe.
LöschenEs ist weit rationaler, sich um die Folgen des Klimawandels einen Kopp zu machen, denn für das, was allein die bisherigen Hitzewellen dieses Jahr so abgeräumt haben an Menschenleben, muss Gevatter Messahstecha sehr lange stricken.
Vallah bzw. wahrlich, ich sage euch: Die Hitzewellen hat uns der HErr geschickt, als Strafe für unsere Klimasünden! Hütet euch und sündiget hinfort nicht mehr, denn das Ende ist nah! Jesus wird wiederkommen in zeitnächster Bälde, und er wird, nicht achtend die schwächlichen Stich- und Schneidwerkzeugverbote des Menschen, welcher um seinen vergänglichen Leib fürchtet, statt Sorge zu tragen um das Wohl seiner unsterblichen Seele, ein sehr großes Messer bzw. Schwert mit sich führen, und er wird echt mies drauf sein!
Löschen(freigegeben für den interkonfessionellen Traktatdruck)
Müsste es nicht "Fugäzo" heißen? Und "Kaltaquirierende"?
AntwortenLöschenPS.
Wenn man es nur richtig anstellt, kann man jungen Menschen, oder doch wenigstens jungen Männern, auch ganz ohne Jesu Beistand ein seliges Lächeln ins Antlitz zaubern. Stichwort: Abblasen. Druckluft ist dazu nicht vonnöten, sie wäre sogar eher hinderlich.
"Abblasen"
AntwortenLöschen... ich dachte immer das hieße "Lutschen" aka " Einen blasen"?
verwirrt, Jens
Sie sind vermutlich nicht schwul, lieber Jens, sonst wüssten Sie, dass die Umschreibungen für Oralverkehr, die in der schwulen Community kursieren, ebenso bunt wie erfrischend vielfältig sind.
LöschenZum Gottglauben empfehle ich Schramm (https://www.imdb.com/title/tt0108053/).
AntwortenLöschenUnd sollte es nicht Fugazi heissen?
"Beide Züge, sowohl der Regionalexpress auf dem Hinweg als auch derjenige auf dem Rückweg, waren auf die Minute pünktlich. Keine Langsamfahrstellen, keine ungeplanten Zwischenhalte, kein Schienenersatzverkehr. Und da frug ich mich angesichts dieser geballten Präzision und Professionalität der Bahn schon, ob das wirklich bloße Koinzidenz war oder ob da nicht doch eine höhere Macht am Werk war. "
AntwortenLöschenUm beim anderen Nebenthema zu bleiben: Schätze er sich glücklich und lobpreise den Herrn!
Ausnahmen bestätigen die Regel und in den hiesigen Gefilden fährt man besser nicht mit dem Zug. Zig Baustellen mit SEV und dadurch kaum noch durchgehende Verbindungen, Ausfälle bei Strecken und Fahrzeugen plus den Verspätungen uswusf. Nach dem Bauen ist vor dem Bauen und betrieblich fragt man sich, was da gemacht wurde, denn der Oberbau wackelt hinterher genauso wie davor.
Mit einer Eisenbahn, nach der man die Uhr stellen kann, hat das schon lange nichts mehr zu tun.