Wolfgang M. Schmitt ist hier lesenden eventuell bekannt als Betreiber des empfehlenswerten und hier empfohlenen YouTube-Kanals 'Die Filmanalyse'. Daneben betreibt er mit Ole Nymoen den Podcast 'Wohlstand für alle', der sich mit wirtschaftlichen Fragen befasst, sowie 'Die neuen Zwanziger', wo es vor allem um Kultur und Politik geht. Jasmin Kosubek ist als ehemalige Mitarbeiterin von 'RT DE' als Journalistin nicht unumstritten. Allerdings muss man sagen, dass sie wirklich vielen Stimmen Raum gibt und bereit ist, sich mit Standpunkten, die nicht die ihren sind, ernsthaft auseinanderzusetzen, und das verdient unbedingt Respekt. Hier unterhält sie sich knapp zwei Stunden lang mit Schmitt und ich habe etliches mitnehmen können. Wenn politischer Diskurs öfter so liefe, diese Welt wäre definitiv eine bessere.
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"nicht unumstritten" ist sehr wohlwollend ausgedrückt, denn es tummeln sich auf Youtube immer mehr Podcaster, die unter dem Deckmäntelchen des Kampfes für Meinungsfreiheit wie eine rechte Propagandaschleuder agieren. Gäste bei ihr waren unter anderen Michele Gollan (Eingollan) – rechtes Frauennetzwerk, Giovanna Winterfeld, NIUS-Moderatorin, Götz Kubitschek, Feroz Kahn - rechter Youtuber und AfD Symp., Fürstin Gloria, Peter Hahne, Markus Krall, Joana Cotar (Ex-Bundestagsmitglied der AfD, Ma Mannhart - Apollo-News Chef-Redakteuer, Julian Reichelt, Martin Sellner usw. usw.
AntwortenLöschenKosubeck sagt von sich, sie möchte „mit interessanten Menschen über allerlei kuriose, spannende und auch kontroverse Themen sprechen“ und ihren eigenen Horizont und den ihrer Zuschauer*innen erweitern. Das Problem liegt jedoch nicht in der Tatsache, dass hier linke und progressive Positionen geäußert werden dürfen, sondern in der Bühne, auf der das geschieht. Dadurch, dass Jasmin Kosubeck offenbar wirklich mit jedem und jeder spricht, stehen die feministischen und linken Positionen gleichwertig neben politisch fragwürdigen bis hin zu verschwörungstheoretischen und rechtsextremen Aussagen.
Sie war auch schon Gast bei ihrem männlichen Pendanten Ben Berndt ("ungescripted") der mit derselben Masche rechte Ideologen bedient.
Mit dieser Empfehlung und der positiven Beurteilung der Podcasterin für eine rechte Kontent-Kreaterin haben die Fliegenden Bretter das Tor nach Rechts weit geöffnet. Hätte ich auf diesem Blog nie erwartet.
"... das Tor weit nach Rechts geöffnet". Blödsinn.
LöschenIch denke, die Rechten dieser Welt kannten Kosubek schon lange, bevor das hier erschien, die brauchen meine Werbung nicht. Und die Hand möge mir abfaulen, wenn ich jemals ein Gespräch mit einem aus der von Ihnen genannten Geisterbahn hier einstellen sollte.
Besser ist natürlich, sich jede Menge geistige Tabuzonen und mentale Stacheldrähte um den eigenen Kopf zu ziehen. Dutzende, ja hunderte Medien zu meiden (weil alle böse, alle rechts, alle nazi) - damit man am Ende total und vollumfänglich informiert ist. Also einen großen Überblick hat. Über den kleine Filterblasenbunker, in den man sich ohne Not verkrochen hat.
LöschenBeispiel: Der Chefredakteur des Magazins Apollo News erklärt voller Überzeugung, dass die westliche Kultur grundsätzlich allen anderen überlegen sei. Kosubek unterscheidet zunächst einmal nicht zwischen menschenverachtenden und rassistischen Aussagen und Forderungen nach Menschenwürde und einem guten Leben für alle. Die scheinbare Beliebigkeit, mit der Kosubek unter dem Deckmantel der Meinungsoffenheit ihre Gäste einlädt, ist in Wahrheit eine bewusste diskursive Legitimierung von extrem rechten, verschwörungstheorischen und diskriminierenden Aussagen. Die linken Gäste erscheinen als Feigenblatt, das für Kosubek den Schein der diskursiven Offenheit untermauern soll.
AntwortenLöschenKosubeck ist im Grunde eine rechte Propagandaschleuder.
"Feigenblatt", "Tor nach Rechts weit ... nie erwartet." Bis in die kleinsten Formulierungen auf Linie. Muss so is.
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