Würde hier noch der 'Ronny des Monats' vergeben, dann ginge er an Torsten Albig (SPD), einst Ministerpräsident von Schleswig-Holstein und nunmehr als Cheflobbyist für den Tabakkonzern Philip Morris unterwegs. Albig meinte, eine Partei wie die 'A'fD, die 30 Prozent erreiche, dürfe man nicht so behandeln, als sei sie die Ausgeburt der Hölle, sondern man müsse halt irgendwann mit ihr zusammen arbeiten. Schon klar: Wenn nur genug Leute für irgendeinen Quatsch sind, dann isses in Ordnung. Abgesehen davon, dass das das allererbärmlichste Argument aller wirbellosen Mitläufer ist, die hinterher dann sagen werden, man habe das ja alles gar nicht ahnen können, hat das natürlich schon eine Logik.
Albig hat als Lobbyist den Job, das Bestmögliche für seinen Lungenbrötchengeber herauszuholen, und wenn ein Konzern wie Philip Morris sich eventuell von einer 'A'fD-Regierungsbeteiligung konkrete Vorteile erhofft, dann wird eben das Fähnchen in den Wind gehängt. Das Kapital kennt keine Moral und hat schließlich schon in den USA seine diesbezügliche Flexibilität unter Beweis gestellt. (Fun fact: Die SPD, das war einmal die Partei von Otto Wels, Kurt Schumacher und Willy Brandt. Die wohl alle in ihren Gräbern rotieren.)
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Extrem Bock darauf wie Manuel Neuer in 4 Wochen beim Schiedsrichter reklamiert, nachdem ihm der Kullerball eines Curacao-Spielers ihm in der 93. Minute zum 3:2 durch die Hände gerutscht ist
— E L H O T Z O (@elhotzo) May 16, 2026
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Momentan ist ja Taxiteller der ganz heiße Scheiß. Currywurst, Gyros mit Zaziki, Pommes mit Majo. Schon eine herrliche Sauerei. Entstanden ist das angeblich im Dorfgrill Hiltrop in Bochum, in dem ein Taxifahrer auf Nachtschicht oder nach der Schicht Gyros mit Pommes orderte, aber zu wenig Gyros übrig war und der Inhaber ihm anbot, noch eine Currywurst dazuzulegen. Alle reden drüber in ihrem grenzenlosen Ennui, als hätten sie gerade ein neues Sternelokal entdeckt, knipsen sich mit dem Zeugs und was auch sonst.
Leider muss ich als Ortskundiger da ein wenig in die Suppe spucken, denn mit dem Taxiteller gibt es zwei Probleme: Erstens ist eine wirklich gute Currywurst, also eine mit hausgemachter Sauce, auch hier im Ruhrpott mittlerweile schwer zu finden. Die meisten Frittenschmieden kippen da eine viel zu dünnflüssige, viel zu süße Eimerpampe drüber. Es gibt sie, die Ausnahmen, aber sie sind rar und haben sich auf Currywurst spezialisiert (Bratwursthaus in Bochum, Curry Heinz in Gelsenkirchen, Curry-Heini in Waltrop, Profi-Grill in Wattenscheid u.a.), haben also meist kein Gyros. Daher muss man, zweitens, für einen Taxiteller eine griechische Imbissbude finden, die nicht nur ein gutes Gyros macht, was die meisten tun, sondern auch noch eine ordentliche Currywurst, und da wird es oft schwierig. Heißt nicht, dass es sie nicht gibt, aber Currywurst ist dort in der Regel nicht Kernsortiment. Ich gönne mir hin und wieder beim Griechen meines Vertrauens gern eine Protein-Platte aus diversem Grillwerk und Pommes, aber für eine Currywurst würde ich eher zum Spezialisten gehen.
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Sollte die 'A'fD in Sachsen-Anhalt den Ministerpräsidenten und die Regierung stellen, dann haben sie mit den Universitäten, die in ihre Zuständigkeit als Landesregierung fielen, unter anderem folgendes vor:
"Die deutsche Universität soll wieder eine deutsche Universität sein. Wo es »deutsche Studiengänge und Studienabschlüsse« gibt und »die deutsche Wissenschaft zu ihrer alten Größe« geführt wird. Ohne »Genderismus, Postkolonialismus und sonstige poststrukturalistische Phrasendrescherei«. Ohne ein »Quotenunwesen«, das die Botschaft vermittle, »Geschlecht sei wichtiger für den Erfolg als akademische Leistung«. Dafür wird es »kritische Klimaforschung« geben, ein »Landesinstitut für kritische Islamforschung« sowie einen »Lehrstuhl für Bevölkerungswissenschaft«, um das [sic!] »Absterben unseres Volkes« zu erforschen." (Thomas Tillschneider)
Hinzu sollen in den Schulen noch 'Patriotismuserziehung' und 'Heimatliebe' kommen. Das erinnert nicht nur nicht zufällig an das, was Kurt Tucholsky schon vor ca. 100 Jahren parodiert hat ("Deutsche, kauft nur deutsche Bananen!", "Ich mache einen deutschen Spaziergang durch unseren deutschen Wald."), es ist auch eine Absage an alles, was Wissenschaft ausmacht (was sich hinter eine Phrase wie "kritische Klimaforschung" für ein wissenschaftsfeindlicher Quatsch verbirgt, kann man sich an fünf Fingern abzählen). Sie würden damit exakt das tun, was sie amtierenden Regierungen fälschlicherweise vorwerfen: Direkten Einfluss auf Forschung und Wissenschaft nehmen nämlich.
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Bin ich eigentlich der einzige, der da...
(Oder habe bloß ich eine schmutzige Phantasie?)
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Es ist immer wieder amüsant, wenn Leute sich über Sozialarbeiter lustig machen. Vermutlich, weil sie irgendwo in den frühen Achtzigern stehen geblieben sind und sie Sozialarbeiter für langhaarige, Wollpullover-, Nickelbrillen-, Teppichtaschen- und Jesuslatschenträger halten, die jeden zweiten Satz mit "ein Stück weit" und "irgendwie" beenden, immer furchtbar betroffen sind, aromatisierten Tee aus irdenen Bechern schlürfen und Räucherstäbchen dazu kokeln. Das böse Erwachen kommt meistens dann, wenn eingangs Erwähnte in eine Situation geraten, in der sie auf einmal auf die Dienste von Sozialarbeiter:innen angewiesen sind, etwa wenn ein Familienmitglied pflegebedürftig wird.

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