1. Die Mitte erodiert weiter.
Es mag eine Plattitüde sein, aber bei allen Unterschieden können beide Wahlergebnisse als weiterer Beleg dafür dienen, dass die bürgerliche Mitte der 'alten' Bundesrepublik, die parlamentarisch vor allem durch CDU, SPD und Grüne repräsentiert wurde (die FDP spielt bis auf weiteres wohl keine Rolle mehr), zunehmend in die Defensive gerät. Parteien wie die 'A'fD, Teile der Linken und das BSW, die Teile des bundesrepublikanischen Grundkonsens infrage stellen, gewinnen an Einfluss und kratzen aufsummiert in den neuen Ländern bereits an der absoluten Mehrheit. Wenn man sich vor Augen führt, dass das ein Trend ist, der schon länger in vielen Ländern zu beobachten ist und dass eine weitere von den USA ausgehende Weltwirtschaftskrise drohen könnte, dann braut sich da möglicherweise ein perfekter Sturm zusammen.