"Eines Tages wirst du morgens aufwachen und alles wird sein wie früher. Und es wird dir überhaupt nicht gefallen." (Raymond Chandler)
Um Missverständnisse zu vermeiden und auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Gäbe es in Deutschland eine größere Partei, die rechts von CDU/CSU stünde, ansonsten aber auf dem Boden der Verfassung, und die es unter anderem absolut nicht duldete, dass sich in ihr um um sie herum Faschisten und Neonazis tummeln, dann wäre das zwar immer noch eine Partei, die konträr zu fast allem stünde, wofür ich politisch stehe, aber ich müsste sie, auch wenn’s schwerfiele, als Demokrat als Teil des politischen Spektrums akzeptieren. Allein: Die 'A'fD ist so eine Partei nicht.
Zur Erinnerung: Die 'A'fD ist so normal, dass politische Kräfte wie Rassemblement National, Fratelli d'Italia, PiS und andere, linksgrünwoker Umtriebe eher unverdächtige Vereinigungen im Europaparlament einen Bogen um die Kolleg:innen aus Deutschland machen. Weil sie keinen Bock haben auf eine Partei, deren Mitglieder NS-Kriegsverbrecher, die in diesen Ländern teils arg gehaust haben, als Helden verehren wollen. Hat sich was mit "Vogelschiss". Die 'A'fD ist so normal, dass sie zwar behauptet, mit Neonazis nichts am Hut zu haben, aber wohl immer noch etliche auf der Gehaltsliste hat. Die 'A'fD ist ferner so normal, dass sie offenbar keine Anstalten macht, sich zu distanzieren oder dagegen vorzugehen, wenn in ihrem Namen Hass gekübelt wird (ich ließe mich übrigens gern vom Gegenteil überzeugen).
Zu den großen Nachkriegserzählungen der Konservativen gehört die Warnung vor 'Appeasement'. Wiewohl Chamberlains 'Appeasement'-Politik immer wieder missverstanden wurde, hat das einen wahren Kern und eine klare Lektion: Mit einer Gegenseite, der es einzig und allein darum geht, eigene Interessen durchzusetzen, gibt es weder gemeinsame Lösungen noch tragfähige Kompromisse, und Zugeständnisse bringen erst recht nichts. Es wird nie genug sein, jedes Einlenken wird als Schwäche wahrgenommen werden und immer nur die nächste Forderung nach sich ziehen. Wie kann es daher sein, dass eine konservative Partei im 21. Jahrhundert immer noch glaubt, einer Partei wie der 'A'fD beikommen zu können, indem sie ihre Forderungen teilweise erfüllt?
Natürlich läuft es gerade alles andere als gut in diesem Land, die Regierung ist in vieler Hinsicht überfordert und etliches könnte besser sein, keine Frage. Nur ist die selbsternannte Alternative eben keine Alternative. Gäbe es auch nur einen einzigen Punkt, bei dem ich sähe, dass es unter einer 'A'fD-Regierung für irgendjemanden, der nicht zu den Reichen und Privilegierten gehört oder zu denjenigen aus dem rechten Spektrum, denen der Verein erstmals in der bundesdeutschen Geschichte eine echte Karriereoption bietet, sich reale, konkrete, will heißen: wirtschaftliche Verbesserungen ergäben, gleich wie marginal, ich müsste, wenn auch widerstebend, einräumen, für diese Leute ein gewisses Verständnis zu haben.
Nur gibt es die nicht. Nimmt man die Wahlprogramme ernst, wird für die meisten absolut nichts besser, sondern für viele vieles noch viel schlechter werden. All jene, die nicht zu den o.g. Gruppen gehören, werden nochmal so richtig brutal draufzahlen. Als einzige echte Veränderung werden diejenigen, die es für ihr dauerverwundetes Ego benötigen, sich auf ihr Deutschsein einen runterzuholen, auf denjenigen herumzuhacken, die sie als Schuldige für ihr Elend identifiziert haben, die die 'sozialen' Medien mit Lachsmileys vollmachen, wenn wieder ein Flüchtlingsboot gekentert ist, nicht gendern und Verbrenner fahren für mutig halten und die finden, dass alle immer voll gemein zu dem armen Putin sind, sich mal so richtig ausleben dürfen. Nur kann man sich davon halt nichts zu essen kaufen, man bekommt davon keine bezahlbare Wohnung und auch keine Pflegekräfte, die sich um die Altvorderen kümmern.
Nimmt man etwa das Wahlprogramm für Sachsen-Anhalt zur Hand, dann wollen diese Leute ein komplett anderes Land, ein "[...] Land ohne »kulturfremde Kräfte« in Krankenhäusern und Pflegeheimen, ein Land mit Patriotismuspflicht und Russischunterricht, mit Staatskunst und gegängelten Kirchen, mit beschränkter Wissenschaft und Eltern, die zwar nicht mehr mitreden dürfen, ob das Kind aufs Gymnasium darf, es aber dafür einfach komplett aus der Schule abmelden können" (Iris Mayer) und geben das dann als "normales" Deutschland aus. Ein politische Gegner ist in dieser Welt niemand, mit dem man verhandelt und Kompromisse macht, sondern beseitigt.
Ach, was red' ich denn? Kommen Sie für einen kleinen Vorgeschmack mit ins thüringische Sonneberg. Dort amtiert seit gut einem Jahr ein 'A'fD-Landrat (dessen Freundin angeblich schon mal der rechte Arm hochrutscht, was natürlich alles immer nur Zufall und üble linke Nachrede ist).
Zu den großen Nachkriegserzählungen der Konservativen gehört die Warnung vor 'Appeasement'. Wiewohl Chamberlains 'Appeasement'-Politik immer wieder missverstanden wurde, hat das einen wahren Kern und eine klare Lektion: Mit einer Gegenseite, der es einzig und allein darum geht, eigene Interessen durchzusetzen, gibt es weder gemeinsame Lösungen noch tragfähige Kompromisse, und Zugeständnisse bringen erst recht nichts. Es wird nie genug sein, jedes Einlenken wird als Schwäche wahrgenommen werden und immer nur die nächste Forderung nach sich ziehen. Wie kann es daher sein, dass eine konservative Partei im 21. Jahrhundert immer noch glaubt, einer Partei wie der 'A'fD beikommen zu können, indem sie ihre Forderungen teilweise erfüllt?
Natürlich läuft es gerade alles andere als gut in diesem Land, die Regierung ist in vieler Hinsicht überfordert und etliches könnte besser sein, keine Frage. Nur ist die selbsternannte Alternative eben keine Alternative. Gäbe es auch nur einen einzigen Punkt, bei dem ich sähe, dass es unter einer 'A'fD-Regierung für irgendjemanden, der nicht zu den Reichen und Privilegierten gehört oder zu denjenigen aus dem rechten Spektrum, denen der Verein erstmals in der bundesdeutschen Geschichte eine echte Karriereoption bietet, sich reale, konkrete, will heißen: wirtschaftliche Verbesserungen ergäben, gleich wie marginal, ich müsste, wenn auch widerstebend, einräumen, für diese Leute ein gewisses Verständnis zu haben.
Nur gibt es die nicht. Nimmt man die Wahlprogramme ernst, wird für die meisten absolut nichts besser, sondern für viele vieles noch viel schlechter werden. All jene, die nicht zu den o.g. Gruppen gehören, werden nochmal so richtig brutal draufzahlen. Als einzige echte Veränderung werden diejenigen, die es für ihr dauerverwundetes Ego benötigen, sich auf ihr Deutschsein einen runterzuholen, auf denjenigen herumzuhacken, die sie als Schuldige für ihr Elend identifiziert haben, die die 'sozialen' Medien mit Lachsmileys vollmachen, wenn wieder ein Flüchtlingsboot gekentert ist, nicht gendern und Verbrenner fahren für mutig halten und die finden, dass alle immer voll gemein zu dem armen Putin sind, sich mal so richtig ausleben dürfen. Nur kann man sich davon halt nichts zu essen kaufen, man bekommt davon keine bezahlbare Wohnung und auch keine Pflegekräfte, die sich um die Altvorderen kümmern.
Nimmt man etwa das Wahlprogramm für Sachsen-Anhalt zur Hand, dann wollen diese Leute ein komplett anderes Land, ein "[...] Land ohne »kulturfremde Kräfte« in Krankenhäusern und Pflegeheimen, ein Land mit Patriotismuspflicht und Russischunterricht, mit Staatskunst und gegängelten Kirchen, mit beschränkter Wissenschaft und Eltern, die zwar nicht mehr mitreden dürfen, ob das Kind aufs Gymnasium darf, es aber dafür einfach komplett aus der Schule abmelden können" (Iris Mayer) und geben das dann als "normales" Deutschland aus. Ein politische Gegner ist in dieser Welt niemand, mit dem man verhandelt und Kompromisse macht, sondern beseitigt.
Ach, was red' ich denn? Kommen Sie für einen kleinen Vorgeschmack mit ins thüringische Sonneberg. Dort amtiert seit gut einem Jahr ein 'A'fD-Landrat (dessen Freundin angeblich schon mal der rechte Arm hochrutscht, was natürlich alles immer nur Zufall und üble linke Nachrede ist).
(Video im erweiterten Datenschutzmodus. Anklicken generiert keine Cookies.)
Dann die Nummer mit dem viereinhalbstündigen Höcke-Interview. Von einem Interview kann hier natürlich nicht wirklich die Rede sein, weil es absolut nichts mit Journalismus bzw. dem journalistischen Format 'Interview' zu tun hat, jemanden mehr als vier Stunden kommentarlos und ohne Nachfrage einfach reden zu lassen. Das ist auch keine mutige mediale Pioniertat, die man irgendwie als solche feiern müsste. Wer Höcke pur und ausführlich will, konnte schon vorher das Buch lesen, das er mit Sebastian Hennig zusammen herausgegeben hat.
Und ja, natürlich glaube ich sofort, dass Höcke da rüberkommen sein mag wie ein etwas "angestaubter Vertrauenslehrer" (Stadelmann), der vielleicht ein paar verschrobene, teils ein wenige miefeliege Ansichten hat, gern von früher erzählt, sich öfter verhaspelt und widerspricht -- bei einem ungescripteten vierstündigen Quasi-Monolog kam anders machbar --, aber sonst harmlos ist (ich bitte um Verständnis, dass ich mir das Geschwafel nicht gegeben habe, mein Masochismus hat Grenzen). Kann gut sein. Nur konnte man, wenn man aufmerksam hinhörte, wohl auch anderes wahrnehmen.
"Es ist die Gedankenwelt des deutschnationalen Bildungsbürgertums der 1920er Jahre. Ein bisschen Stahlhelm, etwas bündische Jugend, Spitzweg, Oswald Spengler, mehr Werner Beumelburg als Ernst Jünger: Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese anachronistische Mischung eines vorgealterten Geschichtslehrers (er ist Jahrgang 1972!) auf die deutsche Bevölkerung hundert Jahre später irgendwie elektrisierend wirken könnte. Strategie ist ein Lieblingswort. Aber Vorsicht! Schon damals war es wohl weniger das ideologische Geschwurbel der Nazis, das die Deutschen so anzog, als vielmehr deren unbedingter Machtwille. Und in Machtfragen verfügt der liebenswürdige Höcke mit seinem ausgleichenden Wesen offenbar über reiche Fertigkeiten." (Norbert Mappes-Niediek)
Man könnte ihn vielleicht für harmlos halten, wenn Höcke tatsächlich ein isoliertes Phänomen, eine Monade wäre, die mehr oder minder im luftleeren Raum herumbramabasierte. Ist er aber nicht. Höcke war und ist Teil diverser rechter bis ganz rechter Netzwerke und hat seine Technik, sich nach außen hin zu verharmlosen, perfektioniert. Und der Mann ist Profi. Wäre das anders, dann wäre er schon nicht mehr in der Partei. Wer aufgrund seines Geredes ernsthaft glaubt, der Mann sei kein Problem, geht ihm vermutlich grandios auf dem Leim. Glaubt wirklich irgendjemand, dieser
Um auch hier Missverständnisse zu vermeiden: Selbst wenn die 'A'fD dieses Jahr in ein, zwei bevölkerungsschwachen Bundesländern den Ministerpräsidenten stellen sollte, dann wäre das immer noch keine 'Machtergreifung', deren Einfluss auf die Bundespolitik noch eher gering. Gekniffen wären allenfalls die Einwohner:innen der betreffenden Länder. Ferner mehren sich die Zeichen, dass die rechte Welle zurzeit vielleicht einen Scheitelpunkt erreicht. Aber zu sicher fühlen sollte man sich auch wieder nicht. Zumal ich den Eindruck nicht loswerde, dass der Aufstieg der 'A'fD auch damit zu tun hat, dass sie immer noch nicht ernst genug genommen wird.
Mir fällt zu Höcke nichts ein.
AntwortenLöschenPS.
Abgesehen davon werde ich den Eindruck nicht los, dass der "Aufstieg" der AfD eventuell auch mit dem Mist zu tun hat, den die "Parteien der demokratischen Mitte" so verzapfen. Vielleicht sollte man endlich damit anfangen, besagten Unrat wenn schon nicht ernst, so doch wenigstens persönlich zu nehmen.
Sie haben's auch gern bequem beim Denken, gell?
LöschenTuschee! Ich habs überhaupt recht gern bequem, nicht bloß beim Denken. Aber Karl Kraus ("Mir fällt zu Hitler nichts ein") lese ich trotzdem immer wieder gern. Zu den Vereinen von Merz, Klingbeil & Co fällt mir übrigens in letzter Zeit auch nicht mehr viel (Neues) ein. Da behalte ich doch lieber meine Vorurteile, ich hab sie mir schließlich mühsam erarbeitet bzw. ausgedacht.
LöschenDer Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
LöschenIch habe heute 180 Seiten Chandler gelesen. Man kann seine Zeit besser nutzen als mit Höcke-Videos.
AntwortenLöschenIch steh auch nicht so auf überlange Horrorfilme.
Löschen@Bonetti: Sogar vier Stunden 'New Adult'-Ferkelromane wären weniger verschwendete Zeit.
Löschen"Höcke kommt rüber wie ein banaler Spießer von den Blumenrabatten, ein Heckenschneider mit der Attitüde eines Vereinskassenwarts und einem unangenehm fanatischen Flackern in den Augen, der mir was faselt von Frühlingsgedichten, Waldseelen und dem Rückgängigmachen dessen, was ganz praktisch gesehen gar nicht mehr rückgängig gemacht werden kann."
AntwortenLöschen... sagte der Betonflüsterer dazu.
(wobei der Teil mit dem Flackern in den Augen der mit Abstand unangenehmste Teil dieses wunderbaren Satzes ist.)
Gruß Jens
Der Herr Höcke hätte einfach "Tomorrow Belongs to Me" singen sollen. Das hätte nicht so lang gedauert und trotzdem jede Menge Likes gekriegt von den vielen Freunden unserer guten alten deutschen Volksmusik.
LöschenBei 4,7 Mio. Aufrufen und über 97.000 Kommentaren wäre es im Kampf gegen Rechts fahrlässig, dieses Höcke-Video und den gastgebenden AfD-Wähler B. Berndt zu ignorieren. Bei Claudia Klinger gibt im Kommentarbereich dazu eine interessante Diskussion.
AntwortenLöschenStimmt. Nur eins noch: Wer vom Kapitalismus nicht reden will, der sollte auch vom "Kampf gegen Rechts" schweigen.
LöschenAbsolut passendes Zitat. Ich frage deshalb: Gibt es weniger Gründe, einen Parteitag der SPD zu stören, als einen der AfD?
LöschenIch war zwar nicht gefragt, jedoch: es Gründe, einen Parteitag des SPD zu stören, jedoch sind das andere Gründe als für die Störung eines AfD-Parteitags. Wobei in beiden Fällen noch zu klären wäre, was genau mit "stören" gemeint ist.
LöschenStefa R.: Gegen Höcke könnte meiner Meinung nach nur jemand bestehen, der das unhaltbare Bestehende (das kapitalistische Unterdrückungssystem und seine momentaner Krise) ebenfalls ablehnt. Und drittens stehen diese AfD-kritischen Politiker, Journalisten und Podcaster des Establishments darum gegen Höcke auf verlorenem Posten, weil ihr ganzer Geist auf die Verteidigung des Bestehenden gerichtet ist, dieses Bestehende aber nicht mehr zu halten ist, nicht mehr verteidigt werden kann. Die Gefahr ist, dass viele den menschelnden Höcke als Führer akzeptieren, auch und gerade weil er von denjenigen politischen Versagerinnen und Versagern angegriffen wird, die nicht mehr als legitime Führer akzeptiert werden. Die Angriffe auf ihn führen zu einem Solidaritätseffekt, weil man in ihren Angriffen die eigenen Angriffe der Establishment-Politik auf das eigene Leben wiederkennt: von Kürzungen bei Rente, Pflege- und Krankenversicherung, der Verearsche bei der Senkung der Spritpreise bis zu Erhöhung der Wochen- und Lebensarbeitszeit usw.
AntwortenLöschenSchon vergessen?
ALG II
MWSt. um 3 % auf 18 %.
Tarifeinheitsgesetz
Vorratsdatenspeicherung
CETA
Maut
Vizeweltmeister bei Waffenlieferungen
Rente mit 67
Privatisierung der Autobahnen
mehrere Asylrechtsverschärfungen in 2016
Verschärfung der H-4-Regelungen
Beendigung der solidarischen GKV
Ja zu jeder Verlängerung der Bundeswehreinsätze im Ausland
Zu der in aller Munde gebräuchlichen Formel: "Die demokratischen Parteien!":
Die Barbarei ist kein zu verhindernder Zustand, wir stecken längst mittendrin. Dies ist keine neue Erkenntnis, doch haben wir das Bewusstsein darüber ebenso ausgesperrt wie die Geflüchteten. So kann die Friedensnobelpreisträgerin EU weiter von Demokratie und Menschenrechten reden, während sie Kinder ertrinken und erfrieren lässt, Menschen, die nach Hilfe schreien, mit Tränengas auseinander- und in den Tod treibt. Die Gewalt, auf der unsere Ordnung aufbaut, wird uns gerade schonungslos vor Augen geführt. Im Jahr 2024 ertranken 10.400 Menschen auf der Flucht in Booten im Mittelmeeer, darunter 20 % Kinder.
Das wollen auch viele Linke nicht hören, sie haben sich auf die Logik des kleineren Übels eingelassen, und damit auf die Logik der bürgerlichen Herrschaft. Sie reden sich ein, hierzulande würden Rechtsstaat und Demokratie herrschen, und ignorieren, dass das nur für uns gilt, die Folterlager bloß exterritorialisiert wurden. All die Gewalt an den Grenzen, die Abschiebungen und Asylrechtsverschärfungen, die Lagerzentren und push backs sind das Werk von Demokratinnen und Demokraten an der Macht. Natürlich wäre alles noch viel schlimmer, würden sich die neuen Faschisten und ihre noch autoritäreren Krisenlösungen durchsetzen. Aber der Normalzustand, den wir gegen noch beschissenere Verhältnisse verteidigen, ist längst die Katastrophe.
Das parteiübergreifende (einschl. Teile der LINKEN), permanente Begehren nach ausländischen Fachkräften (Siehe Fachkräfteeinwanderungsgesetz von 2023!) als modernen Kolonialismus (Utilitarismus als eine Form des linken Rassismus) zu bezeichnen ist auch nicht Gegenstand der neuen Proteste gegen Rechts und für Demokratie. Schließlich wachsen diese Leute auf den Straßen mit der Selbstverständlichkeit auf, dass ihr Wohlstand, der auf der Ausbeutung des Trikont beruht, etwas Natur gegebenes ist. Die WHO schlägt längst Alarm. Wegen des Abwerbens fehlt es in dutzenden Ländern an Gesundheits- und Pflegepersonal. Die elegante Form kapitalistischer Selektion findet jetzt auch an deutschen Außengrenzen statt.
Das dürfte als Begründung für die Störung von SPD-Parteitagen ausreichen.
Nein, tut es nicht. Da ist mir viel zu viel ineinandergerührt.
LöschenZitat: „Die 'A'fD ist so normal, dass sie zwar behauptet, mit Neonazis nichts am Hut zu haben, aber wohl immer noch etliche auf der Gehaltsliste hat.“
AntwortenLöschenDer Link unter „Gehaltliste“ verweist auf die ARD. Diese Quelle ist nicht sonderlich vertrauenswürdig, weil interessenskompromittiert. Denn AfD will den Staatvertrag kündigen. Angreifbare, aber weder illegale noch verfassungswidrige Absicht.
Damit bleibt die Aussage, die Partei habe etliche Neonazis auf der Gehaltsliste, unbelegt.
Disclaimer. Die Ablehnung dieser Partei durch den Autor ist legitim. Illegitim ist die Unterstellung, mit Neonazis zu tun zu haben.
Auch Ihr Kommentar ist offenkundig interessenskompromittiert.
LöschenWer liest schon gerne Kommentare von Uninteressierten?
LöschenInteressiert ist was anderes als interessengeleitet.
LöschenStimmt. Jedoch: niemand mag Wortklaubende.
LöschenStichwort. Es gibt ein berechtigtes außerpolitisches Interesse. Die Öffentlich-Rechtlichen berichten nicht neutral, sondern regierungsnah. Wir alle erinnern uns an den Skandal von Silvester 2015 auf der Kölner Domplatte. Statt tagesaktuell zu berichten versuchten die Sender, diesen zu verschweigen – erfolglos, Tage später machte die Nachricht die Runde. Das ist ein Missstand.
LöschenBei Fehlleistung meiner Zeitung kann ich das Abo kündigen. Die Rundfunkgebühr muss ich weiter bezahlen. Das ist sittenwidrig.
Das obige Beispiel, eins von vielen, beruht auf personellem Filz, der bei de Milliarden-Unternehmen mit irgendwelchen Reformen nicht zu beheben ist. Ein Interesse an Abschaffen der Öffentlich-Rechtlichen ist vertretbar.
Der Gefahr bin ich gewahr. Jenseits Interessen – wahr oder falsch?
AntwortenLöschenLt. KI gelten die Ergebnisse der BR Recherche als belastbar und konnten bislang nicht widerlegt oder juristisch angefochten werden.
LöschenGefahr erkannt, Gefahr gebannt!
LöschenPS.
Man muss immer wie einst Walter Ulbricht nu fragen: Quo vadis - wem nützt das, Genossen?
Die KIs arbeiten – bis auf eine Ausnahme – nicht deterministisch, sondern auf Basis von Trainingsdaten aus dem Mainstream. Das bedeutet, die Ausführungen der KI müssten betrachtet und auf konsistent geprüft werden.
LöschenOder kurz, die Antwort einer KI hat keinen Anspruch auf wahr.
Und wenn Sie hier noch tagelang rumschwurbeln, es gilt: "Wenn es aussieht wie eine Ente, schwimmt wie eine Ente und quakt wie eine Ente, dann ist es wahrscheinlich eine Ente ."
LöschenMit Sicherheit. Aber Obacht: Die Pläne für einen Massenaustausch der deutschen Enten sind längst geschrieben!
Löschen@Stefan Rose 13. Mai 10:41 – das Problem ist Unbestimmtheit der Zuschreibung „Neonazi“. Diese ist Thema außerhalb des Mainstream. Es gibt Bonmots zum Thema.
LöschenDer Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
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