Maskenmann und CDU-Fraktionsvorsitzender Jens Spahn hat jetzt vorgeschlagen, Studienjahre nicht mehr auf die Rentenversicherung anzurechnen. Denn: Studienjahre seien keine Arbeitsjahre. Das stimmt zwar, aber dennoch, Spahn, eine kleine Lerneinheit: Es werden nicht nur Studienjahre als Rentenjahre angerechnet, sondern generell bis zu acht Jahren Schul- und Ausbildungszeiten. Wer etwa nach der zehnten Klasse eine dreijährige Ausbildung absolviert hat, bekommt diese Jahre auch angerechnet, obwohl während der Ausbildung keine Rentenversicherungsbeiträge entrichtet werden.
es gibt keinen noch so winzigen Aspekt des Lebens, der durch Sparpolitik nicht schlechter wird, Busse unpünktlicher, Straßen dreckiger, mehr Obdachlose, schlechtere Gesundheitsversorgung, es gibt sogar wegen geringerer Sportförderung weniger deutsche Olympiasieger
— E L H O T Z O (@elhotzo) February 19, 2026
Ex-POTUS Obama soll jetzt angeblich enthüllt haben, dass es außerirdisches Leben gäbe. Hat er natürlich nicht. Also was "enthüllt". Er hat im Prinzip nur gesagt, was so ziemlich jeder Astronom sagt: Dass es angesichts der Anzahl der uns bekannten Sterne und Galaxien höchst unwahrscheinlich wäre, wenn wir allein im Universum wären. Überdies ist die Debatte eh müßig, da der schlagendste Beweis für die Existenz von Aliens im Oval Office sitzt.
Olympia-Nachlese 1: Rodel-Goldmedaillist Max Langenhahn, der den Glückwunschanruf des Kanzlers weggedrückt und damit das Normalste gemacht hat, was Menschen so tun, wenn man sie mit unbekannter Nummer anruft, gab nunmehr an, sich, so wörtlich, "zehnmal voller Hochachtung" entschuldigt zu haben. Weshalb und wofür? Meine erste Frage wäre, wer zum Fcik meine private Handynummer offenbar ohne mein Einverständnis weitergegeben hat, ans Kanzleramt, an den Kaiser von China oder whomever. Datenschmutz, anyone? Ferner fragt sich, woher Langenhahn überhaupt hätte wissen können, dass dass der Kanzler am Apparillo ist bzw. woran er das hätte erkennen können. An der berliner Nummer im Display (sofern die Büronummer des Kanzlers überhaupt mitgesendet wird)? Aha. Wie viele Millionen Telefonanschlüsse hat Berlin noch gleich? Oder war das einer dieser smarten Anrufe, bei denen der Anrufer trotzdem eingeblendet wird? Wenn ja, dann würde ich, erschiene plötzlich "Bundeskanzleramt" auf meinem Display, wohl eher an einen Scherz glauben. Aber ich rennrodle schließlich nicht.
"Für eine standesgemäße deutsche Arbeitsunfähigkeit braucht es eine Trümmerfraktur am Oberschenkel, Erbrechen mit Galle, neue Influenzavarianten aus der Hölle." (Ingo Arzt)
Olympia-Nachlese 2: Zu den dämlichsten Debatten im Rahmen der Spiele gehörte diejenige um den Sturz der US-amerikanischen Skiläuferin Lindsey Vonn. Die war gegen den Rat ihrer Ärzte mit gerissenem Kreuzband angetreten, und als sie dann schwer verletzt ins Krankenhaus geflogen wurde, waren da sofort die ganzen Hobbyorthopäden, die es ja gleich gewusst und es immer gesagt hatten, und die Verteidiger:innen Vonns, die meinten, sie habe ja wohl das unbedingte Recht gehabt so zu handeln, kein Phallokrat hingegen dasjenige, ihr das zu verbieten oder ihr gar mansplainend hineinzureden. Abgesehen davon, dass angesichts Vonns Absicht auch Ärztinnen gewarnt haben, hat das meines Wissens nach auch niemand. Eine rational begründete Meinung zu äußern so in etwa, das sei jetzt keine gute Idee, mag nervig sein, bedeutet aber nicht, Vonn das Recht auf irgendwas absprechen oder gar irgendwas verbieten zu wollen.
Anzumerken wäre noch, wie Sinan Kurtulus das bereits getan hat, dass Vonns Verhalten ein wenig an das erinnerte, was gemeinhin 'toxische Männlichkeit' genannt wird. Scheiß auf Ärzte, ich zieh' das jetzt durch! Risiko? Ach, geh mir weg, ich weiß, was ich tue! Kreuzbandriss? Und? Ist nur ein Kratzer. Fängt schließlich auch mit 'K' an. Und das, obwohl Frauen doch mehr auf ihre Gesundheit achten und schwer an der Mental load tragen, ihre Männer dauernd zum Arzt schicken zu müssen, weil sie das ohne weibliche Ägide nicht gebacken kriegen, und überhaupt mal achtsamer mit sich zu sein.
Abt.: Höchst originelle Maskottchen...
Genau mein Humor. Überschrift eines Kochrezepts: "Dieser italienische Geheimtipp gelingt ohne Ofen". Letzter Satz der Zubereitungsanweisung: "Im gut vorgeheizten Ofen [sic!] bei 240 °C Ober-/Unterhitze 15 bis 20 Minuten backen". Aha. Noch was, Profischreiberlinge: Spätestens in dem Moment, in dem man einen angeblichen "Geheimtipp" veröffentlicht (so er das jemals war), ist er genau was nicht mehr? Richtig, geheim! Und selbst wenn dieser Quark von einer KI erstellt wurde, was durchaus wahrscheinlich ist, entbände das nicht von der Pflicht, hinterher noch mal drüberzulesen. Oder ist das inzwischen schon zu viel verlangt? Wenn man schon dazu nicht bereit und/oder in der Lage ist, dann kann man das mit dem Journalismus auch gleich ganz bleiben lassen.

Immerhin hat er sich 'nur' entschuldigt und nicht - korrekterweise - um Entschuldigung gebeten! Wäre ja auch noch schöner. Ansonsten: Volle Zustimmung zum Thema Weitergabe/Datenschutz etc.
AntwortenLöschen"Studienjahre seien keine Arbeitsjahre"
AntwortenLöschen"Nach dem Abitur 1999 an der Bischöflichen Canisiusschule in Ahaus[4] absolvierte Spahn eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Westdeutschen Landesbank in Münster, die er 2001 mit dem IHK-Abschluss beendete. Danach war er Angestellter bis zu seinem Einzug in den Bundestag nach der Bundestagswahl 2002. Spahn wurde ausgemustert; er leistete weder Wehrdienst noch Wehrersatzdienst.
Spahn studierte von 2003 bis 2017 neben seiner Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter Politikwissenschaft an der Fernuniversität Hagen und erwarb 2008 den Bachelor of Arts, 2017 den Master of Arts"
... 14 Jahre Fernuni, komplett alimentiert durch den Bundesjob — wieso spreche ich dem Typen jegliche Kompetenz zum Thema "Universität" ab?
Klärt mich auf
Diesmal irrt ElHotzo. Es gibt immerhin EINEN winzigen Aspekt des Lebens, der sich durch Sparpolitik verbessern würde: Entfernte man z.B. den Herrn Spahn aus dem Bundestag, ließen sich monatlich schon mal mindestens 20.000 Euro einsparen. Natürlich stellte sich dann die Frage, was er sonst noch so machen könnte. Vorschlag: Krötentunnelwachmann (auf Mindestlohn-Basis). Das Gesicht dafür hat er ja schon mal. Und wenn er Hunger kriegt und ihm die Lebensmittelpreise zu hoch sind, dann könnte er einfach eine von den Kröten schlucken, die er anderen Leuten so gerne offeriert.
AntwortenLöschenIch weiß, es ist echt nicht zum Lachen - aber mein Tag ist gerettet.
LöschenMit dem nochmal drüberlesen tun sich einige schwer. Und das nicht nur in den Medien.
AntwortenLöschenWobei mir da selbst in den ÖR die Tendenz zu klickheischenden Titeln a lá Youtube und SM auffällt in der Form eines Halbzitats plus Deppenfrage. Wenn mir jemand einreden will, zu was ich gerade etwas wissen muss, ist das eher ein Grund, um wegzuklicken.
Zu Vonn:
AntwortenLöschenEine gute Freundin sagte mir mal, es gebe weisse alte Männer jeden Alters und jeden Geschlechts. Ich stelle immer wieder fest, dass sie Recht hat.