Michael 'Bully' Herbigs Fortsetzung von 'Der Schuh des Manitu' ist ein fades Filmchen. Aber vielleicht gibt es doch Hoffnung.
Vor einem Vierteljahrhundert habe ich mir tatsächlich den Film 'Der Schuh des Manitu' im Kino angeschaut. Eigentlich mehr eine alberne Nummernrevue, war das so etwas wie ein letztes Aufzucken der Spaßgesellschaft der Neunziger, wo man alles irgendwie ironisch durch den Kakao zog und verwitzelte. Doch habe ich mich stellenweise durchaus amüsiert, fand aber, dass 82 Minuten auch wirklich genug waren. (Bin ich eigentlich der einzige, dem diese über-überlangen Filme gewaltig auf den Nerv gehen?) Knapp 25 Jahre später kam die Fortsetzung namens 'Das Kanu des Manitu' in die Kinos und ich konnte mich beherrschen. Als ich aber letztens so durch Netflix stöberte und ich gewahr wurde, dass sich das streamen ließ, siegte meine Neugierde. Zumal auch dies Werkchen deutlich kürzer ist als neunzig Minuten, die dafür geopferte Restlebenszeit sich also im vertretbaren Rahmen halten würde.