Samstag, 8. Juni 2019

Grenzerfahrungen in der Komsumgesellschaft (18)


Das wird jetzt ein wenig länger. Es wurde gewarnt. Letztens hatte ich schon erwähnt, dass ich dabei gewesen sei, mir ein gebrauchtes Kraftfahrzeug zuzulegen. Da ich zwar nicht völlig abgebrannt bin, andererseits auch nicht in der Lage, mit Fünfhundertern bündelweise um mich zu werfen, erwies sich das als zeitraubendes, diffiziles Unterfangen.  Zumal ich mir vorab eine Marschroute zurecht gelegt hatte:
  1. Der Wagen sollte von einem Händler aus dem näheren Umkreis sein. Wegen Gewährleistung. Ich weiß, wir haben 2019 und Autos kauft man heute im Internet. Kann sein. Aber was habe ich davon, wenn ich via Internet an Norbert Namenlos aus Traben-Trarbach gerate, den ich im Leben nie wiedersehe? (Und das, was ich beim Kaufpreis eventuell einsparen kann, an Spritkosten wieder raushaue?)
  2. Vorzugsweise, aber nicht zwingend, etwas aus dem V.A.G.-Konzern. Wegen Teilen und Schraubbarkeit.
  3. Kein Diesel. Mangels Kilometern. Außerdem kann eine kaputte Hightech-Einspritzanlage teuer werden. 
  4. Gewisse Mindestgröße, keine Knutschkugel. Wegen Komfort.
  5. Deutlich unter 100.000 km, kein fünfstelliger Preis.
Sollte eigentlich was zu kriegen sein. Hatte ich mir so gedacht. Strategie: Ich sondiere, finde ich was, hole ich Freund P. hinzu, der neben einer Vergangenheit als Autoschrauber auch einen kaufmännischen Hintergrund hat. Sollte funktionieren. Hatte ich mir so gedacht. Es begann eine knapp zweimonatige Odyssee, die mich zu etlichen Händlern der Gegend führte. Über Gebrauchtwagenhändler existiert ja dieses Vorurteil, dass es sich bei ihnen allesamt um schleimige Quasselstrippen mit krimineller Energie handelt, die in der Lage sind, dem Papst ein Ehebett aufzuschwatzen ("Würden Sie diesem Mann einen Gebrauchtwagen abkaufen?"). So einfach ist es längst nicht mehr, wie ich feststellen musste. Die Wahrheit ist, wie so oft, komplexer und vielschichtiger. Gebrauchtwagenhändler, musste ich lernen, sind so verschieden, wie die Menschen selbst. An folgende Typen bin so geraten:


Der Abwesende

Ein Renault- und Škoda-Händler in der Nähe. Als erstes ein Bummel über den Hof. Vor allem abgelebte Kleinstwagen. Lieblos. Nix wirklich Interessantes. Mal drinnen nachfragen. Wenn man denn könnte. Komplett ausgestorben, der Laden. Zwei mal "Hallo!" gerufen. Keine erkennbare Reaktion. Spitzen-Verkaufsstrategie. Echte Marketing-Profis am Werk. Von einem Todesfall im Hause stand jedenfalls nichts in der Zeitung.


Der Klischeefritze

Ein Händler in der Nachbarstadt hatte einen sparsam ausgestatteten, aber optisch gut dastehenden Golf VI auf dem Hof stehen. Ich also in den Laden und so:
"Entschuldigung, kann mir jemand was zu dem schwarzen Golf da draußen sagen?"
"Moment, ich frage mal nach."

Und dann ging er nachfragen.
Und ging.
Und kam nach zehn Minuten wieder.

"Der Kollege, der da zuständig ist, ist leider unterwegs. Sie können gern Ihre Telefonnummer da lassen, der meldet sich dann bei Ihnen." Aha. (Wieso hatte ich bloß das Gefühl, der erwähnte Kollege war gar nicht weg? Egal.) Ich tat wie mir geheißen.

Es wurde Abend.
Es wurde Nacht.
Der nächste Tag brach an.

Als sich bis zum späten Vormittag nichts getan hatte, beschloss ich, selbst anzurufen. "Ja, Augenblick, ich verbinde Sie mal."
Es meldete sich, der Stimme nach zu urteilen, derselbe Mensch, mit dem ich am Vortag geredet hatte. Oder war der zuständige Kollege vielleicht sein Zwillingsbruder? Egal.
"Jaa, danke, dass Sie anrufen, ich hätte mich aber noch bei Ihnen gemeldet." Aha.
"Okay, was können Sie mir zu dem Wagen sagen? Wichtig ist erstmal, dass das kein Diesel ist."
"Ist Benziner."
"Gut, und sonst?"
"Herr Rose, ich muss Ihnen sagen, es interessiert sich außer Ihnen noch jemand für den Wagen. Der muss aber noch mit seiner Bank reden." (Aha. Der Trick ist so abgestanden, dass er noch nicht einmal mehr streng riecht. Weil der Verwesungsprozess schon seit Ewigkeiten beendet ist.)
"Mag sein, den gibt es im Zweifel immer. Haben Sie ein paar Fakten?"
"Baujahr 2009, 107.000 Kilometer."
"Zu alt und zu viel. Aber egal erstmal. Erste Hand?"
"Moment mal.“ (Raschel, raschel) "Zweite."
"Steuerkette oder Zahnriemen?"
"Wieso?"
"Weil bei diesem Hersteller normalerweise bei 120.000 Kilometern der Zahnriemen getauscht werden muss. Mit der Wasserpumpe zusammen ist man da schnell bei einigen Hundert Euro. Die Kosten hätte ich dann nächstes Jahr am Hacken. Es sei denn, der hat eine Steuerkette. Hat er eine?"
"Weiß ich nicht."
"Schade, wäre eine interessante Information gewesen." (Kleiner Tipp unter Profis: Das kann man rausfinden, indem man selbst unter die Haube guckt oder einen Kollegen aus der Werkstatt fragt. Da nicht für.) "Was soll der Wagen denn kosten?"
"8.000 glatt."
"Entschuldigung, ich habe mich da gerade verhört, glaube ich. Da hat eben jemand 8.000 Euro gesagt. Da geht doch noch was, oder?"
"Das ist ein Superpreis!" (Oha, Mr. Ober-Autoexperte sind persönlich beleidigt und werden nunmehr patzig. Da stehe ich drauf.)
"Nope, ist es nicht. Bedenken Sie bitte, dass der Wagen, der Laufleistung nach zu urteilen, wahrscheinlich überwiegend im Stadtverkehr bewegt wurde. Also besteht die Gefahr, dass sich in den nächsten paar Jahren die Kupplung verabschieden wird. Was auch nicht ganz billig ist und..."
"7.500! Mein letztes Wort."
"Habe ich Ihnen eigentlich schon gesagt, dass ich Autos grundsätzlich nicht am Telefon kaufe? Ich habe ja noch nicht mal dringesessen. Geschweige denn, eine Probefahrt gemacht." Und legte auf. Bevor das noch weiter eskalierte. Sorgen musste ich mir nicht machen um ihn. Die Leute rannten ihm schließlich, wie er selbst gesagt hatte, förmlich die Bude ein wegen der Möhre.

Zur Information: Das war kein Flatterfähnchen-Heiducke von Straßenrand. Es handelte sich um ein regional bekanntes, alt eingesessenes Autohaus.


Der Schnösel


Als kompletter Laie in Marketingdingen sollte man meinen, das selbst verursachte PR-Desaster, das ein im Niedersächsischen siedelnder Autohersteller seit einiger Zeit am Start hat (hust, hust!) hätte dazu geführt, dass deren Vertrags- und Markenhändler, deren Aufgabe es meines Wissens nach immerhin ist, die produzierten Vehikel an den Mann und die Frau zu bringen, sich nun besonders um Kunden bemühen würden. Doch weit gefehlt! Zwei Mal habe ich versucht, beim größten Händler der Gegend, der in mehreren Filialen auch andere Konzernmarken führt, mit jemandem ins Gespräch zu kommen. Beim ersten Mal wurde ich trotz ostentativen Umschauens im Showroom (Signal: Huhu, eventuell interessierter Kunde in da house!) vom hinter dem Verkaufstresen ratschenden Jungvolk ebenso ostentativ ignoriert. Meine Zeit war begrenzt und ich ging wieder. Ich hasse das Gefühl, zu stören. Beim zweiten Versuch durfte ich immerhin mein Anliegen vorbringen und bekam von dem gelangweilt wirkenden Jungverkäufer folgenden Hammertipp: "Sehen Sie sich halt an, was auf dem Hof steht." Hui, da wäre ich selbst nicht drauf gekommen! Da weiß man wieder, wieso Automobilkaufmann ein Ausbildungsberuf ist, den man drei Jahre lernen muss.

(Damit wir uns nicht falsch verstehen. Ich hasse es, brühwarm angekumpelt oder devot vollgeschleimt zu werden. Ich erwarte aber schon, dass Mitarbeiter einer Firma, denen ich signalisiere, eventuell etwas aus ihrem Sortiment gegen einen nicht unerheblichen Betrag Geldes käuflich erwerben zu wollen, zumindest ein gewisses wirtschaftliches Interesse an mir heucheln.)

Es wird wohl mein Fehler gewesen sein, dass ich keinen dick ausgestatteten Neu- oder Jahreswagen kaufen wollte. Überdies wird Freundlichkeit eh überschätzt. Man erinnere sich an die Bioläden der ersten Stunde, in denen jeder Kaufwillige erst einmal nachweisen musste, über die nötige moralische Fallhöhe zu verfügen, um überhaupt der Gnade des Angehörtwerdens teilhaftig zu werden. Auch weiß jede Kundin einer Nobelboutique, dass man dort nicht hingeht, um etwas zu kaufen (die das Geld reinbringen, werden von der Inhaberin diskret daheim aufgesucht). Nein man will insgeheim erniedrigt, von eiskalten Engeln mit Modelfigur, die wichtigeres zu tun haben als Kleidung zu verkaufen, mit diesem halb mitleidigen Blick abgescannt werden, der sagt: "Nun gut, dein Geld nähmen wir ja, du fette Kuh, aber leider wirst du wohl in nichts von dem, was wir hier führen, hineinpassen."


Der Resignierte

Er ist seit Jahrzehnten im Geschäft. Ihm kann man nichts vormachen. Alles hat er schon erlebt und gesehen. Daher hat er Erfahrung und enormes Wissen. Das wichtigste, was er weiß, ist: Es ist schwierig. Und so schwierig wie jetzt war es noch nie. Früher, das waren noch Zeiten! Als jeder Rentner mit 65 seine Lebensversicherung ausgezahlt kriegte und sich erstmal ein Auto kaufen ging. Und eher noch einmal zu Fuß nach Smolensk und zurück gelaufen wäre als sich ein undeutsches Auto zu kaufen. Als Handwerksmeister Coupés mit weißen Ledersitzen fuhren, Lehrlinge sich eher erhängt hätten als ohne eigenes Auto zur Arbeit zu kommen. Und jetzt? Schlimm, schlimm, schlimm alles.

Müde sieht er aus. Als laste das Gewicht der Welt auf ihm. Der Blutdruck macht auch Probleme, seiner ungesund ins mauve bis fraise spielenden Gesichtsfarbe nach zu urteilen. Und erst der Rücken! Er bietet dir einen Platz an. Guckt wie ein gütiger Großvater, dessen heranwachsendem Enkel gerade die erste große Liebe in die Brüche gegangen ist. Erklärst du ihm, was du willst, dann macht er ein Zahnschmerz-Gesicht und sagt sotto voce, als ginge es um Vertrauliches: "Uhhh, das Preissegment ist ganz schwierig im Moment, Herr Rose. Ganz schwierig! Ich bin jetzt seit 30 Jahren im Geschäft. Also, was Sie sich da vorstellen, ist quasi gar nicht mehr zu bekommen. Geht alles im Netz weg. Wenn ich was reinkriege für den Preis, kommt eine Minute später der erste Anruf." Künstlerische Pause. Zurücklehnen. Versonnen aus dem Fenster sehen. "Na ja, wenn Sie ein paar Euro drauflegen würden, dann könnte ich Ihnen den Jahreswagen dort…" Ja, danke fürs Gespräch.


Der Muffige

Freundlich zu sein hat er entweder nie gelernt oder hält es für verlogen. Findet es vermutlich authentisch, dir ganz offen zu zeigen, dass du ihm lästig bist. Du willst nämlich keinen gewinnträchtigen Neu- oder Jahreswagen, sondern die Billigmöhre da hinten, die man sich eigentlich gar nicht auf den Hof stellen wollte, aber muss. Wegen Inzahlungnahme. Wie, Probefahrt? Wie sind Sie denn drauf? Haben das alle gehört? Eine Prooobefahrt will er, der feiiine Herr!!! Sieht das hier etwa aus wie ein Autohaus? Preisnachlass? Ich verhandle prinzipiell nicht über Preise. Wie, der hat gar kein Lederlenkrad wie ausgezeichnet? Pfff, mir doch egal! Nehmen Sie ihn so wie er ist oder lassen Sie‘s. Gleich kommt eh noch eine Interessentin. Aha. Schönen Tag noch.


Der Nette

Eines Samstags mobilfunkte P. mich an: Bei einem Autohändler in seiner Nachbarschaft stünde ein A 3 auf dem Hof. Habe zwar einen dicken Kratzer, könnte man sich aber mal angucken. Ist in der Nähe, ich also hin. Da stand er. Knallrot wäre jetzt nicht so meine Farbe der Wahl gewesen, aber was soll‘s. Auftritt Juniorchef. Mitte, Ende 20. Entspannt, freundlich, verstrubbelt, locker. Ob er mir was zu dem Wagen sagen könne. Moment, müsse er nachsehen, da gestern erst reingekommen. Nach zwei Minuten kam er wieder. Zehn Jahre alt, 130.000 runter. Aber keine Klimaanlage. Ich so: "Herr R., Sie wollen mir jetzt nicht erzählen, dass wir da an den vermutlich einzigen A 3 nördlich der Alpen geraten sind, der keine Klimaanlage hat, oder?" Er: "Ich fürchte schon." Und lachte erstmal. Wow, Humor und Selbstironie! Meinen Erfahrungen nach eine echte Ausnahme in der Branche. Zwar war ich an dem Wagen nicht interessiert, aber er bot an, sich bei mir zu melden, denn er bekäme die Woche einiges herein. Tat er dann auch, leider war nichts dabei. Fand ich trotzdem gut.


Der Profi

Eines späten Abends auf der Homepage eines Händlers in der Nachbarschaft vorbeigeschaut. Der hatte tatsächlich einen interessanten Wagen da stehen. Am nächsten Morgen gleich angerufen, ob der noch zu haben ist. War er. Und ob ich nicht einen Termin zur Besichtigung machen wollte. P. angerufen, hatte Zeit. Wagen stand da bereits mit roten Schildern. Verkäufer seriös, bemühte sich, nahm sich Zeit. Bot an, ich könne den Wagen gern zu einer Werkstatt meines Vertrauens fahren und checken lassen. Ließ über Extras mit sich reden. Fairer Preis, wir wurden uns einig. Und weil der Typ keinen Bullshit redete, habe ich am Ende vielleicht ein wenig mehr gezahlt als machbar gewesen wäre. Fun fact: Es war kein Händler eines deutschen Herstellers, das Auto auch nicht. Dafür von einem, der in HU- und Pannenstatistiken seit vielen Jahren regelmäßig vor hiesigen Herstellern liegt.


Ein kurzes Schlusswort

Liebe Händler deutscher Automarken! Am Ende des Tages müssen die Penunzen stimmen sowie Aufwand und Ertrag in vernünftigem Verhältnis zueinander stehen, keine Frage. Es ist daher üblich und durchaus sinnvoll, seine Kunden in A-, B- und  C-Kunden einzuteilen. Der Trick ist aber, die Kunden das nicht merken zu lassen und sie erst recht nicht zu behandeln wie Bittsteller. Das scheint eine unlösbare, geradezu herkuleische Aufgabe zu sein. Verstehe ich aber nicht. Weil es nicht rational ist.

Was ist so schwierig zu verstehen an dem Gedanken, dass jemand, der vielleicht nicht den Riesengewinn generiert, in fünf bis zehn Jahren vielleicht wiederkommt, weil er ein zufriedener Kunde ist und dann eventuell mehr Geld dabeihat (geerbt wird ja immer mal)? Weiterhin ist es nach meinem bescheidenen Dafürhalten keine gute Strategie, Teile seines Sortiments schlecht zu reden, weil man lieber was mit dickerer Marge verkaufen würde. Wenn man sich was auf den Hof stellt, dann verkauft man es vernünftig oder man lässt es halt bleiben. Was ist daran wieder so schwierig? Warum bekommen Händler fernöstlicher Hersteller das hin und ihr nicht? Weil ihr Teil der mächtigen, systemrelevanten Autoindustrie seid? Es nicht nötig habt?

Ob es sinnvoll ist, sich als Städter in Zeiten von Fridays For Future noch ein Auto vor die Tür zu stellen, dass die meiste Zeit ungenutzt rumsteht, obwohl Mobilität Längst Neu GedachtTM werden müsste, was das mit meinem CO2-Fußabdruck und meinem Karma-Konto macht -- darüber diskutieren wir ein anderes Mal.





Kommentare :

  1. Nach Steuerkette ist VW beim Golf Plus wieder auf Zahnriemen umgestiegen. Hab so einen und bin froh darüber. Kette längt sich mit der Zeit und Du merkst es erst, wenn der Motor den Schüttelfrost bekommt.

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    1. Wäre auch nicht wirklich ein Problem, da ich Leute mit Meistertitel an der Hand habe, die das für kleines Geld erledigen würden. Muss aber nicht jeder wissen, oder?

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  2. von einem der ebenfalls einen Reiskocher fährt....
    in punkto Preis - Leistung sind die hiesigen Blechbatscher längst in unerreichte Gefilde entschwebt. Nase hoch erhoben, mediokere Produkte mit sparsamen Extras für fürstliche Preise anbieten, das kaufen vielleicht noch die letzten verbliebenen Beamte oder Rentner aber nicht die noch alle 5 Sinne beieinander haben

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