Dienstag, 7. Juli 2020

Zombiekratie


Der Film 'Fahrenheit 11/9' von Michael Moore (nicht zu verwechseln mit 'Fahrenheit 9/11' von Michael Moore) lief gestern spät abends auf ZDF info und ist noch bis zum 20.07. in der Mediathek abrufbar.


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Zu einem der zentralen Punkte des Films, dem Verrat der Demokratischen Partei an Bernie Sanders bei den Vorwahlen 2016 nämlich, lassen sich übrigens sowohl in 'etablierten' als auch 'alternativen' Medien Belege finden.

Als begleitende Lektüre zum Amtsinhaber noch zu empfehlen: Der unbekannte Präsident.




Kommentare :

  1. Siewurdengelesen8. Juli 2020 um 15:48

    Ähnlichkeiten zu hier amtierenden Politikern und deren Beziehungen und Verhalten sind wahrscheinlich reiner Zufall:-(

    Ähnlich wie das Abwürgen von Bernie Sanders zugunsten von Hillary Clinton werden doch auch hier engagierte Menschen geschnitten und da analog zu den Demokraten der USA auch in der SPD. Man denke nur an die inzwischen leider gestorbene Susi Neumann oder als jüngsten Fall das nicht mehr Kandidieren von Hilde Mattheis für den Bundestag. Als Vertreterin des "linken" Flügels dieser Partei wurde sie m.E. bereits seit langem von den "ambitionierten" Berufspolitikern in´s Abseits geschoben, weil sie nicht in das Raster der Schröderianer passt. Von daher kann ich mir gut vorstellen, dass auch dieser Rückzug nicht so ganz aus eigenem Entscheiden kommt. Mich wundert ohnehin, wieso H.Mattheis überhaupt noch in dieser SPD ist.

    Auch hier ist nahezu übergreifend Politik für die Arbeiter Wunschdenken und wo keiner aufpasst, wird schneller rasiert, als sich bis drei zählen lässt.

    Die parlamentarische "Demokratie" ist m.E. schon längst im Sack und war bis dahin auch mehr Fassade als real. Irgendwelche Arbeiter- und andere Rechte sind immer nur durch Protest und Kampf erzielt worden und nahezu nie durch Gesetze. Ähnlich wie im Film ist auch unsere Verfassung im Zweifel ganz schnell kastriert und auf die inneliegende Gewaltenteilung verliesse ich mich besser nicht. Aus der Richtung ist also nichts zu erwarten.

    Das ist die wirkliche Lehrstunde nach dem US-amerikanischen Patriot Act hier durch Corona und es bleibt nur zu hoffen, dass die Beschränkungen tatsächlich nur vorübergehend sind bis zum Ende der Pandemie. Das Negieren der Gefahr selbiger ist dabei dennoch kein guter Ratgeber. Ebenso wurde durch Polizei- und andere Gesetze bereits viel mehr in Rechte eingegriffen als durch das Tragen von Masken, aber vielleicht dämmert es doch noch bei Einigen, noch dazu weil in diesem Mist leider auch wieder viel Populismus mitschwingt.

    Die US-amerikanischen Verhältnisse sind durchaus auf D übertragbar. Nur ist hier der Sozialabbau zumindest äusserlich noch nicht so flächendeckend und dementsprechend auch nicht sofort zu sehen. Die Verwerfungen treten jedoch in den Krisenzentren wie im Osten oder dem Ruhrgebiet oder den eher "armen" Stadtstaaten zunehmend mehr zutage.

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    1. Vielleicht als Ergänzung zu Sanders: Ich kann ein Manöver wie das Zurückstellen von Bernie Sanders in die zweite Reihe aus Gründen der Wahlchancen/Mehrheitsfähigkeit sogar akzeptieren. Es kann durchaus sein, dass er für Trump und die Republikaner ein noch einfacherer Gegner gewesen wäre. Die hätten den so lange mit 'Kommunist'-Dreck beworfen, bis genügend hängen geblieben wäre.
      Das aber hätte man entsprechend kommunizieren müssen und die auf dem Parteitag versammelten Delegierten diskutieren und darüber abstimmen lassen sollen. Das wäre dann fast so was wie demokratisch gewesen.

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    2. Siewurdengelesen9. Juli 2020 um 19:18

      Im Nachinein ist es schwer zu sagen, ob es B. Sanders tatsächlich bis zum POTUS geschafft hätte.

      Aus deutscher Sichtweise ist er ja eher so sozialdemokratisch eingestuft worden und m.E. sind auch die Wähler in den USA nicht so primitiv gestrickt, dass sie mehrheitlich noch auf solche offensichtlichen Populismen aus der Nixon- und Carter-Ära zwingend einsteigen. Ganz klar hat das Trump den minimalen Vorsprung vor H. Clinton beschert. wie das aber auch im Film durchdringt, ist sie selbst nur eine "andere" Vertreterin desselben Establishments und das haben die US-Bürger für meine Begriffe durchaus reflektiert. Es ist auch anzunehmen, dass der offensichtliche Spin gegen Sanders das Vertrauen in H. Clinton demoliert hat, soweit einem Politiker überhaupt zu trauen ist. Von daher hätte ich auch meine Zweifel, ob eine direkte Stichwahl zwischen Sanders und Clinton diesen zum Kandidaten gemacht hätte - auch da wieder siehe SPD!

      Wir wissen da einfach zu wenig darüber und ich sehe auch in den USA durchaus etwas Positives wachsen trotz allen Beknackten, was derzeit so von offizieller Seite läuft. Trump war halt irgendwie der "starke Mann" zum richtigen Zeitpunkt und was wollte man für eine Politik erwarten als die, welche er jetzt macht? Bis auf einen "echten" Krieg hat er doch auch nix anderes verzapft wie seine Amtskollegen vor ihm und die Vorschusslorbeeren für Obama fand ich damals schon eher bedenklich.

      Aber gerade die Jugendlichen, die Poor und Upper Class sind durchaus aktiv und das kann sich ausweiten und m.E. haben viele US-Bürger zunehmend die Schnauze voll. In welche Richtung sich das entwickelt, bleibt abzuwarten und trotz des ganzen Ansehensverlustes durch die Auswirkungen der Epidemie sehe ich Trump noch nicht ganz weg vom Fenster. Da braucht nur kurz vor knapp ausser Corona noch ein anderes zündendes Ereignis stattzufinden, welches die USA gegen den Rest der Welt herausfordert. Wird das medial geschickt genutzt, ist Trump weitere 4 Jahre Nr.1.

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  2. Danke für den Tipp, schau ich mir gleich an.

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