Wer im Bildungswesen arbeitet, legt sich beizeiten lieber einen gesunden Zynismus zu, um nicht irgendwann durchzudrehen. Denn auf alle Sonntagsreden, in denen die Rede ist davon, die Köpfe unserer Kinder seien unser wertvollstes und wichtigstes Kapital und alle Anstrengungen und yaddayadda, folgt garantiert der Montag, an dem verkündet wird, dass irgendwo wieder Mittel gekürzt werden, kein Geld da ist, Projekte auslaufen etc. Man braucht im übrigen auch keine aufwändigen Studien, um herauszufinden, dass mit einem Schulsystem, das pro Jahr bis zu 64.000 junge Menschen ohne Abschluss entlässt, irgendwas faul sein muss.
Nicht immer Kritisches über Politik, Gesellschaft, Medien, Kultur, Essen und manchmal auch Sport
Donnerstag, 10. September 2026
Alarm im Abo
Wer im Bildungswesen arbeitet, legt sich beizeiten lieber einen gesunden Zynismus zu, um nicht irgendwann durchzudrehen. Denn auf alle Sonntagsreden, in denen die Rede ist davon, die Köpfe unserer Kinder seien unser wertvollstes und wichtigstes Kapital und alle Anstrengungen und yaddayadda, folgt garantiert der Montag, an dem verkündet wird, dass irgendwo wieder Mittel gekürzt werden, kein Geld da ist, Projekte auslaufen etc. Man braucht im übrigen auch keine aufwändigen Studien, um herauszufinden, dass mit einem Schulsystem, das pro Jahr bis zu 64.000 junge Menschen ohne Abschluss entlässt, irgendwas faul sein muss.
Montag, 7. September 2026
Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026 - 10 Thesen
"Je schlechter es Deutschland geht, desto besser für die AfD." (Christian Lüth, 'A'fD)
1. Das bürgerliche Zeitalter neigt sich dem Ende.
Fast die Hälfte der Wahlberechtigten in Sachsen-Anhalt hat für eine Partei gestimmt, die gegen jede Vernunft 'Remigration' genannte Massendeportationen will, nötigenfalls mittels "wohltemperierter Grausamkeit", und auch sonst dem Drangsalieren von Minderheiten alles andere als abgeneigt ist, Fakten weitgehend ignoriert, hemmungslos Vetternwirtschaft betreibt, Lehrkräften an Schulen einen Maulkorb verpassen, für Kultureinrichtungen Gesinnungs-TÜV und Patriotismuspflicht einführen, die Schulpflicht abschaffen, das staatliche Gewaltmonopol zugunsten von 'Bürgerwehren' aufweichen, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abschaffen und die Westintegration der Bundesrepublik Deutschland beenden will.
Donnerstag, 3. September 2026
Vermischtes und Zeugs (CLVII)
Mag die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag auch glimpflich ausgehen, weil eine absolute Mehrheit der 'A'fD noch einmal verhindert werden konnte, ändert das am grundlegenden Problem der Parteienlandschaft nichts: Der Erfolg der Dixiklos zwingt die übrigen Parteien in Koalitionen, deren einziger gemeinsamer Nenner ist, eine blaubraune Regierung(-sbeteiligung) irgendwie zu verhindern. Eine solide Basis ist was anderes, zudem bekommt durch solche Konstellationen das rechte Narrativ vom korrupten Altparteienkartell, das sich voll undemokratisch gegen den Volkswillen verschworen habe, weiteres Futter. Catch-22.
Montag, 31. August 2026
Ost-westlicher Divan
Ost-West-Debatten finde ich meist ermüdend, weil sie kaum Erkenntnis bringen. Ossis breiten ihre schlimmen Erfahrungen aus, Wessis kontern mit dem Vorwurf der Undankbarkeit. Ich denke schon, dass die Radikalität des Umschwungs im Osten nach 1990 und dessen Auswirkungen auf die Menschen leicht zu unterschätzen sind, so man es nicht selbst erlebt hat. Wer aber daraus ableitet, nur 'Betroffene' hätten das Recht, sich dazu zu äußern und anderen das Wort abschneidet, sich aber gleichzeitig beklagt, ja nichts mehr sagen zu dürfen, sollte sich nicht wundern, nicht für voll genommen zu werden.
Samstag, 29. August 2026
Jenseits der Blogroll - 08/2026
'Konservativ' kommt bekanntlich von conservare. Das ist Latein und bedeutet bewahren oder erhalten. Angesichts der momentanen Performance des deutschen Konservatismus frage ich mich aber, was die eigentlich so bewahren. Christliche Werte? Die Umwelt? Den Wohlstand der bürgerlichen Mitte? Die Rente? So was wie Anstand im politischen Diskurs? Das Bildungssystem? Die Gesundheit der breiten Bevölkerung? Einhaltung von geltendem Recht (z.B. Steuerrecht, Arbeitsrecht, Mietrecht etc. etc.)? Der letzte für mich erkennbare Rest von Konservativsein besteht für mich darin, sein Fähnchen im allerletztmöglichen Moment in den Wind zu hängen und sich dafür auch noch als irre mutig zu feiern.
Dienstag, 25. August 2026
Auf Reisen (18)
"Wien ist eine Dampframme ins Gesicht jedes freundlich fühlenden Menschen. [...] So viel Fieses wie Wien war nie. [...] Der Beitrag Österreichs zur Weltkultur heißt im Wesentlichen Hitler-Heller-Haider-Walzer, und dann gibt es noch das Urabbild des Österreichers: Leopold von Sacher-Masoch, nach dem die Herrentorte ebenso benannt ist wie das Versessensein auf Herrenhiebe.
Das wirklich Böse an Wien ist das Wienerische. [...] »Gey scheyssn! Am Heyssel!« attert es aus dem Wiener heraus und immer schwingt etwas Drohendes mit: geducktes Knurren der geprügelten Kreatur. Diese in Servilität eingewickelte Aggression hält der Wiener für Charmanz und nennt sie Schmäh." (Wiglaf Droste)
"Für mich sprechen die Wiener das schönste Hochdeutsch überhaupt. Ich liebe diese genießerischen Artgenossen über die Maßen." (Vincent Klink)
Was lernen wir daraus? Man kann trotz in einzelnen Fragen komplett entgegengesetzter Ansichten weiterhin eng befreundet sein, bis der Tod einen scheidet, wie im Fall der Herren Droste und Klink. Die Passage aus Drostes Polemik 'Ganz Wien träumt von Formalin' (1999) wurde vornan gestellt, weil es sehr leicht ist, bei einem Wienbesuch ins Schwärmen und ins Schwelgen zu geraten. Ein wenig Erdung dann und wann ist da hilfreich. So wie eine Prise Salz allem Süßen geschmacklich erst richtig auf die Sprünge hilft. Zumal, wenn man als Kind medial ein Bild von Wien vermittelt bekommen hat, das im Wesentlichen aus 'Sissi'-Filmen sowie überzuckerter Operetten-, Heurigen- und Walzerseligkeit bestand ('Kottan ermittelt' lief in der BRD erst später).
Samstag, 22. August 2026
Auf Reisen (17)
Im Frühsommer war die Idee gekeimt, zwecks Urlauben von Dortmund aus Bratislava per Flug anzusteuern, nach ein paar Tagen von dort per Zug weiterzureisen ins naheliegende Wien, dort wiederum ein paar Tage zu verbringen und am letzten Tag wieder retour in die slowakische Metropole, um von da den Heimflug anzutreten. Da ich lange nicht mehr von diesem putzigen Kompaktflughafen am östlichen Rand des Ruhrgebiets aus geflogen bin, war ich doch ziemlich baff, dass selbiger vor allem dank der ungarischen Günstigfluglinie Wizz, die dort wohl 90 Prozent aller Flüge abwickelt, sich zu einer Art Osteuropa-Drehkreuz gewandelt hat. Täglich gehen Flüge in alle Länder des ehemaligen Ostblocks außer nach Russland und in die Ukraine.
Dienstag, 18. August 2026
Sommerloch: Menschen am Buffet
Erst letzte Woche wieder passiert: Am Nachmittag bei einer Tagung zugegen, bei der auch eine Kleinigkeit gereicht wurde. Warme und kalte Getränke, belegte Brötchen. Eigentlich hatte ich zum Mittag was zu essen, wenn auch nur was Leichtes, trotzdem bediente ich mich gern bei den Brötchen. Man muss ja nicht gleich zulangen wie ein Scheunendrescher. Und da passierte es. Wieder einmal. Eine andere Anwesende greift sich ein Brötchen und tat dies mit der Bemerkung, sie habe heute den ganzen Tag, pardon, den gaaanzen Tag noch nichts gegessen. Aha. Jedes verdammte Mal! Jedes Mal bei solchen oder vergleichbaren Anlässen weist mindestens eine oder einer am Buffet darauf hin, kurz vor dem Verhungern zu sein, den ganzen Tag nichts gegessen zu haben bzw. noch gar nicht zum Essen gekommen zu sein.
Samstag, 15. August 2026
Sommerloch: Generation X am PC
Opa erzählt von früher
Nachdem mein ZX Spectrum eingemottet worden war, verlebte ich ein paar undigitale Jahre. Als ich dann das Studieren anfing stellte sich mehr und mehr heraus, dass ein PC eine sinnvolle Anschaffung sein könnte. Möglich wurde das dank eines lukrativen Ferienjobs und eines Teils des Erbes meiner seligen Oma. Was dann folgte, ist jungen Leuten heute nur noch schwer vermittelbar. Wenn man in den Neunzigern einen PC einschaltete, blieb der Bildschirm schwarz. Mit weißer Schrift.
Mittwoch, 12. August 2026
The Spectrum Years
Im Leben eines präpubertären westdeutschen Schülers in den frühen 1980ern gab es die eine oder andere Grundsatzfrage: Pelikan oder Geha? Adidas oder Puma? Oder man wurde geoutet als Spross von entweder ignoranten oder Habenichts-Eltern, die einen mit irgendwelchen Noname-Produkten in die Schule schickten. Und sich dann wunderten, wieso das Kind andauernd gehänselt wurde (so nannte man Mobbing damals). Dann kamen zu Beginn des Dezenniums die ersten so genannten Homecomputer auf den Markt. Und wieder stellte sich die Frage Whose side are you on? An unserer Schule gab es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Commodore oder Sinclair. Genauer gesagt: Commodore 64 oder Sinclair ZX Spectrum.
Montag, 10. August 2026
Vermischtes und Zeugs (CLVI)
Meine Learnings -- so nennen die jungen Leute das ja -- aus meinen bisherigen Reiseaktivitäten. Erstens: Saarbrücken ist eine überraschend charmante Stadt. Jenseits der Fuzo eine nette Innenstadt mit deutlich spürbarem französischem Einfluss. Zweitens: Interessante Dinge anschauen wie etwa Industriedenkmale (Völklinger Hütte) oder charmante Städte, ist weitaus angenehmer und weniger anstrengend, wenn es weniger als 38 Grad hat. Das RKI schätzt inzwischen knapp 12.000 hitzebedingte Todesfälle bis Ende Juli 2026. Und diejenigen so, die schon auf den Barrikaden sind und den Staatsnotstand ausrufen, wenn ein Migrant in der U-Bahn unhöflich zu einem Kontrolleur war? Hahaha, früher war auch Wetter!
Mittwoch, 5. August 2026
Sommerloch: Weiße Zeitdiebe
Arztbesuche mag ich nicht. Natürlich habe ich nichts persönlich gegen Ärzte. Die waren und sind meist in Ordnung. Klar, manchmal gerät man an einen echten Arschzt, aber das lässt sich verschmerzen. Die prinzipielle Nützlichkeit der weißen Zunft ist eh unbestritten. Angst habe ich auch keine. Spritzen machen mir nichts aus, bei diversen Tests lagen meine Blutwerte immer im Normbereich. Wirksame Medikamente finde ich cool und Impfen sinnvoll, scheiß auf Chemie und Pharmamafia. Und die Mahnung, vielleicht mal ein paar Kilo abzunehmen? Die kann ich immer noch kontern mit dem Hinweis, mich selbstverständlich regelmäßig zu bewegen. Und zu sagen: "Ja, hm, da haben Sie schon recht, ich sollte wirklich mal was tun." Mehr passiert ja nicht bei so einem normalen Hausarztbesuch, weil wenig Zeit.
Sonntag, 2. August 2026
Opfer müssen gebracht werden
"Die Europäer haben auf eine Bedrohung von außen nicht gemeinsam reagiert, sondern sind übereinander hergefallen. Der gestrige Tag war ein schwarzer Tag für Europa und ein Fest für seine Feinde." (Mark Schieritz)
Die erschreckenden Bilder, wie sie die letzten Tage über in der spanischen Exklave Ceuta entstanden, sind exakt die, die die politische Rechte braucht für ihre Panikerzählungen von einer Invasion an Europas Grenzen und der nonchalanten Wurstigkeit des aufgeblähten Papiertigers EU. Dabei sind die Fakten deutlich weniger dramatisch: Fast alle sind inzwischen wieder zurückgekehrt, es ist nahezu ausgeschlossen, dass auch nur einer der in Ceuta Angekommenen auf das europäische Festland gelangen wird. 72 Menschen sollen, Stand heute, ums Leben gekommen sein. Dass sich genügend gefunden haben und finden werden, das mit hämischen Tränenlachsmileys zu kommentieren, ist anzunehmen.
Donnerstag, 30. Juli 2026
Vermischtes und Zeugs (CLV)
"That's what Trump needs to get into his head. The war he's waging is pointless. Endless bombing didn't cause the people of Dresden to become Churchillian, the Blitz didn't cause the people of East London to hang swastikas outside their house. And look at Gaza. Its been completely flattened but Hamas is still in charge." (Jeremy Clarkson)
Irgendwann gegen Ende des mörderischen, blutigen 20. Jahrhunderts schien sich die Erkenntnis durchgesetzt zu haben, dass man mit Luftangriffen allein keinen Krieg gewinnen kann. Man kann alles zu Klump und Asche bomben, die Zivilbevölkerung wird sich deswegen nicht gegen die jeweiligen Machthaber erheben. Dann kam der Kosovokrieg 1999. Und eine Kampagne aus der Luft, die zwar völkerrechtswidrig war, aber, das muss man sagen, tatsächlich etwas bewegt hat. Die serbische Seite kehrte an den Verhandlungstisch zurück und der Frieden, so brüchig er sein mag, hält bis heute irgendwie. Nur ist das eben eine große Ausnahme gewesen, die zudem eingebunden war in ein diplomatisches Großfeuerwerk bis in allerhöchste Ebenen.
Montag, 27. Juli 2026
Jenseits der Blogroll - 07/2026
Über den Anschlag auf den CSD in Berlin und die ritualisierten Reaktionen darauf haben die Kollegen von Bonetti Media so weit alles Notwendige gesagt. Vielleicht noch eine Ergänzung: Ein Fall wie der von Abdul Ballout zeigt aufs Neue, dass das hiesige Strafrecht mit Tätern wie ihm überfordert ist. Weil es im Kern ein bürgerliches Recht ist, das vor allem auf die Erhaltung und Verteidigung der herrschenden Besitzverhältnisse abzielt und den Menschen als rational handelndes Subjekt begreift, gerät es bei ideologisch motivierten Taten zwangsläufig an Grenzen. Die blinden Flecken, die so entstehen, liefern dann ebenso zwingend Futter für Hetzer aller Couleur.
Mittwoch, 22. Juli 2026
Im Bockshorn
Was haben eigentlich der Rücktritt Jens Spahns und das Absetzen des Songs 'Keine Angst' von Danger Dan aus der Sendung 'Die Anstalt' gemeinsam? Beides sind Indizien dafür, wie Rechte dieses Land inzwischen auch ohne parlamentarische Mehrheiten bereits prägen. Ist es wirklich auszuschließen, dass der Song auch dann aus dem Programm genommen worden wäre, wenn nicht die rechte Erzählung kursierte vom linksgrünen Staatspropagandafunk, was ein paar Verantwortliche beim ZDF möglicherweise zwei Mal hat hinsehen, kalte Füße hat bekommen und vielleicht am Ende hat sagen lassen: Na ja, sicher ist sicher, wir wollen ja nicht unnötig der 'A'fD helfen?
Montag, 20. Juli 2026
Weh-Em (8) - over, out, Bilanz
Die spanische Mannschaft habe den Fußball gerettet, so meldeten Teile der internationalen Presse pathetisch. Aber auch nicht völlig falsch. So drückend war die Dominanz der Spanier, dass ein Endspielgegner zum zweiten Mal nach 2010 sich nicht anders zu helfen wusste, als das Match in eine Art Straßenschlägerei zu verwandeln. Meckern, Gebolze, Fouls, Nickligkeiten, diskutieren, Rudelbildung, fallen lassen und darauf hoffen, von diskutablen Schiedsrichtentscheidungen zu profitieren. Als Quittung flog Fernandez nach einem üblen Foul an Cubarsi mit Gelb-Rot vom Platz (93.). Die Spanier haben vor allem den regelkonformen Fußball gerettet.
Freitag, 17. Juli 2026
Weh-Em (7) - 1/4 + 1/2
Was bleibt vom Viertelfinale? Vor allem, dass im Weltfußball die üblichen Verdächtigen auch diesmal die Sache unter sich ausmachen. Dass die FIFA sich zur allgemeinen Überraschung aller nicht von dem Verdacht befreien konnte, ein korrupter Laden zu sein. Dass Gianni Infantino der erste FIFA-Supremo ist, bei dem man den Eindruck nicht los wird, dass ihm Fußball eigentlich völlig am Arsch vorbei geht und er genausogut auch Chef von irgendwas anderem Gewinnbringendem sein könnte. Immerhin: Wenn seine Murmel auf einem Stadionbildschirm auftaucht, wird gebuht und gepfiffen. Es gibt also noch so was wie Fankultur.
Mittwoch, 15. Juli 2026
Vermischtes und Zeugs (CLIV)
Beim Benzinpreis galt vermutlich noch nie wirklich 'freie' Marktwirtschaft oder 'freier' Wettbewerb. Ich erinnere mich, als ich in den Neunzigern als Student an einer Tanke jobbte. Jeden Samstag kam vormittags ein Anruf der benachbarten Tankstelle von der Konkurrenz in 500 m Luftlinie: Man habe soeben die Preise für alle Sorten um x Pfennig pro Liter erhöht. Daraufhin: "Che-hef! Alles soundsoviel Pfennig ra-hauf!" -- "Ist gut, ich stell das gleich um. Ruf mal eben die nächste Tanke von der Konkurrenz an und sag' Bescheid!" -- "Geht klar!" Man kannte sich, man half sich.
Samstag, 11. Juli 2026
Ballern, knattern, rappen
Die berliner Künstlerin Melina Gaby Strauß alias Ikkimel, die sich selbst als 'Poppstar' bezeichnet, trug letztens ein selbst gedichtetes Liedlein namens 'Fußballmänner' im ZDF-Morgenmagazin vor und sorgte damit angeblich für Irritationen. "Betreten" sei da weggeguckt worden, hieß es. Nun, auch ich gucke gelegentlich weg. Aber nicht betreten, sondern weil ich es zum Beispiel äußerst unhöflich finde, Menschen frontal ins Gesicht zu niesen oder auch zu gähnen. Allzu deutlich raushängen zu lassen, wie mich etwas langweilt. Ich bin da vielleicht etwas altmodisch als Beinaheboomer bzw. Gen-Xler.
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